Photodynamische Therapie (PDT)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (11. Dezember 2014)

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Die photodynamische Therapie (PDT) ist eine Therapiemethode, bei der der Arzt krankhaft veränderte Zellen zunächst mit einem Wirkstoff für spezielles Licht sensibilisiert und sie danach gezielt durch Beleuchtung zerstört. Umliegendes Gewebe wird dabei geschont.

Generell eignet sich die photodynamische Therapie zur Behandlung von oberflächlichen Tumoren der Haut, vor allem bestimmter Formen von Hautkrebs. Seit einiger Zeit setzen Ärzte sie außerdem bei einer Augenerkrankung ein – der sogenannten feuchten Form der altersabhängigen Makuladegeneration.

Vor der Behandlung einer Makuladegeneration mit dem Laser spritzt der Arzt einen Farbstoff, den sogenannten Photosensibilisator, in die Vene des Patienten. Dieser Farbstoff ist lichtempfindlich und reichert sich in den bereits geschädigten Blutgefäßen an.

Zur Behandlung von Hautkrebs trägt der Arzt den Photosensibilisator als Creme direkt auf die erkrankte Haut auf. Der Photosensibilisator lagert sich in den veränderten Zellen an.

Nach einer gewissen Wartezeit, die mehrere Stunden dauern kann, bestrahlt der Arzt die zu behandelnde Region mit Licht einer bestimmten Wellenlänge. Trifft dieses Licht nun auf den Farbstoff, kommt es in diesem Bereich zu einer Reaktion, die das betroffene Gefäß oder die erkrankten Zellen zerstört und somit inaktiviert.

In den meisten Fällen reicht für eine photodynamische Therapie eine ein- bis zweimalige Behandlung aus.

Die photodynamische Therapie (PDT) birgt nur wenige Risiken und Komplikationen. Während der Bestrahlung kommt es allerdings oft zu einem Brennen oder zu Schmerzen, die einem Sonnenbrand ähneln. Diese Beschwerden klingen in der Regel nach der Behandlung wieder ab. Weitere Nebenwirkungen der photodynamischen Therapie können ein intensives Wärmegefühl, Rötungen oder Verkrustungen an der behandelten Stelle sein.