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Pap-Test

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (13. August 2014)

Allgemeines

Beim Pap-Test entnimmt der Frauenarzt (Gynäkologe) vom Muttermund und aus dem Gebärmutterhals einen Gewebeabstrich und untersucht die Zellen auf Veränderungen. Bei dieser Früherkennungs-Untersuchung kann der Gynäkologe Zellen entdecken, die sich möglicherweise zu Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) entwickeln können.

In Deutschland erkrankten im Jahr 2010 etwa 4.700 Frauen an Gebärmutterhalskrebs. Hauptursache dieser Erkrankung ist eine Infektion mit humanen Papillomaviren (HPV). Darüber hinaus gibt es weitere Risikofaktoren für Gebärmutterhalskrebs, etwa:

Der Begriff "Pap-Test" leitet sich von dem griechischen Arzt George Papanicolaou (1883-1962) ab, der dieses Verfahren zur Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung entwickelt hat. Mit dem Pap-Test kann der Frauenarzt veränderte Zellen am Muttermund sowie am Gebärmutterhals erkennen. Daher ist der Pap-Test häufig auch unter dem Namen "Krebsabstrich" bekannt. Dieser Begriff ist jedoch nicht richtig, da veränderte Zellen in einem Pap-Test nicht automatisch auf eine Krebserkrankung hinweisen. Viele auffällige Befunde sind harmlos und heilen ohne Behandlung aus. Dank der Früherkennungsuntersuchung können Zellveränderungen oft schon früh, d.h. noch als Krebsvorstufe entdeckt werden.

Für den Pap-Test entnimmt der Frauenarzt mit einem Watteträger, einem kleinen Spatel oder einem Spezialbürstchen einen Abstrich von der Schleimhaut des Muttermunds und des Gebärmutterhalses. Anschließend überträgt er die Zellen auf einen Objektträger und färbt sie mit einer Spezialfärbemethode (Papanicolaou-Färbung) ein. Die gefärbten Zellen werden dann in einem Speziallabor mikroskopisch auf Veränderungen hin untersucht.

Der Pap-Test gehört zu den Krebsfrüherkennungs-Untersuchungen der gesetzlichen Krankenkassen. Frauen ab einem Alter von 20 Jahren haben einmal im Jahr Anspruch auf diese Vorsorgeuntersuchung. In der Regel führt der Frauenarzt den Pap-Test während der jährlichen gynäkologischen Krebsvorsorge durch.

Ein weiteres Verfahren, das der Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs dient, ist die sogenannte Dünnschichtzytologie. Dabei wird der entnommene Abstrich im Labor von Schleim, Blut und Fremdkörpern gereinigt. Ziel soll sein, dass der Arzt die eigentlichen Zellen des Gebärmutterhalses unter dem Mikroskop besser erkennen und somit beurteilen kann. Derzeit gibt es keine Hinweise darauf, dass die Dünnschichtzytologie ein genaueres Ergebnis liefert als ein Pap-Test. In Deutschland gehört diese Untersuchungsmethode deshalb zu den individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL), das bedeutet, die Kosten dafür müssen die Frauen selbst tragen.






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