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Pap-Test

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (19. Oktober 2015)

© Jupiterimages/iStockphoto

Der Pap-Test (Pap-Abstrich) ist eine Krebsvorsorge- und -früherkennungsuntersuchung bei der Frau: Dabei entnimmt der Frauenarzt (Gynäkologe) vom Muttermund und aus dem Gebärmutterhals einen Gewebeabstrich, um die Zellen auf Veränderungen zu untersuchen, aus denen Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) entstehen könnte.

Dem Pap-Test ist es mit zu verdanken, dass die Häufigkeit von Gebärmutterhalskrebs in den letzten Jahrzehnten deutlich gesunken ist. In Deutschland erkranken trotzdem immer noch jedes Jahr rund 4.700 Frauen daran. Hauptursache dieser Krebserkrankung ist eine Infektion mit humanen Papillomaviren (HPV). Weitere Risikofaktoren für Gebärmutterhalskrebs sind zum Beispiel:

Zwar ist das humane Papilloma-Virus die Hauptursache für Gebärmutterhalskrebs – der Begriff Pap-Test hat aber nichts damit zu tun, sondern leitet sich von dem griechischen Arzt George Papanicolaou (1883-1962) ab, der dieses Verfahren zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs entwickelt hat.

Mit dem Pap-Test kann der Frauenarzt veränderte Zellen am Muttermund (Ostium uteri) sowie am Gebärmutterhals (Zervix) erkennen. Daher ist der Pap-Abstrich auch als Krebsabstrich bekannt. Diese Bezeichnung trifft jedoch nicht ganz zu, da veränderte Zellen nicht automatisch auf eine Krebserkrankung hinweisen: Viele auffällige Befunde sind harmlos und heilen ohne Behandlung aus. Dank der Früherkennungsuntersuchung gelingt es zudem oft, Zellveränderungen schon früh – das heißt noch als Krebsvorstufe – zu entdecken.

Wie läuft der Pap-Test ab und wer trägt die Kosten?

Für den Pap-Test entnimmt der Frauenarzt mit einem Watteträger, einem kleinen Spatel oder einem Spezialbürstchen einen Abstrich von der Schleimhaut des Muttermunds und des Gebärmutterhalses. Das dauert nur ein paar Sekunden und tut nicht weh. Dann überträgt der Arzt die Zellen auf einen Objektträger, macht sie haltbar und schickt sie zur Untersuchung an ein Speziallabor. Dort färbt man die Zellen ein (sog. Papanicolaou-Färbung), um sie anschließend mikroskopisch auf Veränderungen hin untersuchen zu können.

Der Pap-Test gehört zu den von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlten Untersuchungen zur Krebsfrüherkennung: Frauen ab 20 haben einmal im Jahr Anspruch auf diese Vorsorgeuntersuchung – für Sie fallen dabei also keine Kosten an. In der Regel nimmt der Frauenarzt den Pap-Abstrich, wenn er die jährliche gynäkologische Untersuchung zur Krebsvorsorge durchführt.

Dünnschichtzytologie

Ein weiteres Verfahren, das der Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs dient, ist die sogenannte Dünnschichtzytologie. Dazu wird die beim Pap-Abstrich entnommene Probe im Labor von Schleim, Blut und Fremdkörpern gereinigt. Ziel ist es, die eigentlichen Zellen des Gebärmutterhalses unter dem Mikroskop besser erkennen und somit besser beurteilen zu können. Derzeit gibt es jedoch keine Hinweise darauf, dass die Dünnschichtzytologie ein genaueres Ergebnis liefert als ein Pap-Test. In Deutschland gehört diese Untersuchungsmethode deshalb zu den individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL), das bedeutet: Die Kosten dafür müssen Sie selbst tragen.


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