Palliativmedizin – wenn die Krankheit nicht heilbar ist

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (14. Mai 2014)

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Die Krankheit ist nicht heilbar – eine Diagnose, die bei Betroffenen und ihren Angehörigen oft Angst, Wut, Trauer und vor allem Hilflosigkeit auslöst. An diesem Punkt rückt meist ein Wunsch in den Vordergrund, nämlich die verbleibende Zeit möglichst ohne Beschwerden und Schmerzen zu verbringen. Diesem Wunsch versucht man in der Palliativmedizin gerecht zu werden.

Als Palliativmedizin bezeichnet man die Behandlung von Menschen, die an einer bereits weit fortgeschritten und nicht heilbaren Erkrankung leiden. Dabei liegt der Fokus darauf, Schmerzen zu lindern und Lebensqualität und Selbstbestimmung des Patienten bestmöglich aufrechtzuerhalten und zu verbessern. Hierin unterscheidet sich die Palliativmedizin von der Präventiv- oder Kurativmedizin, die vordergründig darauf ausgerichtet sind, einer Erkrankung vorzubeugen beziehungsweise diese zu heilen.

In der Palliativmedizin geht es weder darum, den Sterbeprozess aktiv zu beschleunigen, noch darum, ihn künstlich zu verzögern. Vielmehr steht im Vordergrund, den Betroffenen ein menschenwürdiges Leben bis zu ihrem Tod zu ermöglichen.

Der Begriff Palliativmedizin leitet sich vom lateinischen Begriff pallium ab, was Mantel bedeutet: Wie ein Mantel sollen alle Maßnahmen der Palliativmedizin den Betroffenen schützen und ihm die Situation so angenehm wie möglich machen. Palliativmedizin kommt in Hospizen, Pflegeeinrichtungen und Krankenstationen zum Einsatz. Darüber hinaus gibt es ambulante Palliativpflegedienste, die Betroffene zu Hause betreuen.

Palliativmedizin umfasst:

  • die optimale Schmerztherapie,
  • die Kontrolle und Linderung von anderen körperlichen Beschwerden,
  • Unterstützung bei psychischen und sozialen Belastungen und
  • Hilfestellung bei der Planung der weiteren Versorgung.

Das soziale Umfeld des Betroffenen nimmt in der Palliativmedizin eine wichtige Rolle ein. Denn zur Palliativmedizin gehört es auch,

  • Geborgenheit und Wärme zu vermitteln und
  • den Betroffenen bis in den Tod zu begleiten.

Dies geschieht in Zusammenarbeit mit den Angehörigen. Oft brauchen jedoch auch nahestehende Menschen des Erkrankten selbst psychologische Unterstützung und Hilfe, um ihrem Angehörigen auf seinem letzten Weg beistehen zu können. Auch diese Aufgabe leistet die Palliativmedizin.