Ohrenspiegelung (Otoskopie)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (10. Januar 2013)

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Als Ohrenspiegelung (Otoskopie) bezeichnet man eine optische Untersuchung des Gehörgangs und des Trommelfells. Das Instrument, das bei der Ohrenspiegelung zum Einsatz kommt, bezeichnet der Hals-Nasen-Ohrenarzt als "Otoskop".

Der medizinische Fachbegriff Otoskopie leitet sich aus den griechischen Wörtern für Ohr (Oto) und Schau (Skopie) ab. Mithilfe des Otoskops kann der Hals-Nasen-Ohrenarzt in den äußeren Gehörgang bis zum Trommelfell schauen. Das Trommelfell selbst bildet die Grenze zwischen Außen- und Mittelohr.

Im Mittelohr befinden sich die drei Gehörknöchelchen, die wiederum mit der Hörschnecke im Innenohr verbunden sind. Das Trommelfell hat die Aufgabe, die Schwingungen, welche die Schallwellen aus der Umwelt erzeugen, an die Gehörknöchelchen zu übertragen. Diese leiten die Schwingungen dann an das Innenohr weiter. Dort werden sie in chemische Signale umgewandelt und vom Hörnerv zum Gehirn transportiert. Das Gehirn wandelt die Signale letztlich zu dem um, was wir Menschen als Geräusche, Stimmen, Töne etc. wahrnehmen. Störungen oder Erkrankungen des äußeren Gehörgangs oder des Trommelfells können diese Schallleitungskette unterbrechen und somit zu einer Hörminderung oder in schweren Fällen sogar zu einem Hörverlust führen. Daher ist es wichtig, bei unklaren Beschwerden im Ohr, zum Beispiel Schmerzen, einem Fremdkörpergefühl oder einer plötzlichen Hörminderung, umgehend einen Hals-Nasen-Ohrenarzt aufzusuchen. Dieser kann mithilfe der Ohrenspiegelung beziehungsweise Otoskopie erkennen, ob die Ursachen der Beschwerden im Bereich des Gehörgangs und/oder Trommelfells liegen.

Bei der eigentlichen Ohrenspiegelung überbrückt der Hals-Nasen-Ohrenarzt die natürlichen Krümmungen des äußeren Gehörgangs mithilfe eines Ohrtrichters, den er in den Gang einführt. Mit einer Lichtquelle leuchtet er den Bereich aus und kann so mit der Ohrenspiegelung zum einen den äußeren Gehörgang untersuchen und gleichzeitig einen Blick auf das Trommelfell werfen. Zudem kann er mögliche Fremdkörper aus dem Gehörgang entfernen, etwa Schmutz oder Ohrenschmalzpfropfen.