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Nuklearmedizin

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (18. Dezember 2012)

Diagnose

Die Nuklearmedizin dient der Diagnose von bestimmten Erkrankungen (z.B. Krebserkrankungen), da sie Stoffwechselvorgänge im menschlichen Körper sichtbar macht. Dabei verabreicht der Arzt der zu untersuchenden Person spezifische Substanzen, die vorher radioaktiv markiert wurden (sog. Radiopharmaka), zum Beispiel per Injektion in die Blutbahn. Bei diesen Radiopharmaka handelt es sich um Stoffe, die am entsprechenden Stoffwechselvorgang beteiligt sind, etwa radioaktiv markierter Traubenzucker.

Zerfallen die verabreichten Radiopharmaka im Körper, geben sie Gammastrahlen ab. Ein spezielles Gerät der Nuklearmedizin, die Gammakamera, kann diese Strahlen messen und grafisch in einem sogenannten Szintigramm darstellen. Auf dem Szintigramm kann der Arzt nun durch Helligkeitsunterschiede genau erkennen, wo besonders viel Gammastrahlung frei geworden ist – und damit auch sehen, wo bestimmte Stoffwechselvorgänge vermehrt im Körper stattfinden. Das ist gerade bei Tumoren der Fall, zum Beispiel Knochenabbau (Osteolyse) bei Knochenmetastasen.

In der Nuklearmedizin unterscheidet man zwischen einem statischen Szintigramm, welches einen Ist-Zustand zu einem bestimmten Moment anzeigt, und einem dynamischen Szintigramm, das meist über einen Zeitraum von einer halben Stunde aufzeichnet und auf diese Weise zeitliche Veränderungen der Stoffwechselprozesse darstellen kann.

Da das Szintigramm Vorgänge im Körper auf molekularer Ebene darstellt, kann der Arzt bereits Krankheiten erkennen, die noch zu keinen anatomisch sichtbaren Veränderungen geführt haben. Diese Methode der Nuklearmedizin kommt beispielsweise in der Frühdiagnose von Alzheimer oder der Creutzfeld-Jakob-Krankheit zum Einsatz. Vor allem aber wird eine Knochen-Szintigraphie bei der Suche nach Tumoren beziehungsweise Metastasen (z.B. bei Brustkrebs) angewendet.

Weitere Einsatzgebiete der Nuklearmedizin sind zum Beispiel Untersuchungen von Körperflüssigkeiten oder -ausscheidungen oder Messungen außerhalb des Körpers, zum Beispiel in Reagenzgläsern zur Bestimmung von Hormonen.

Die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) und die Single-Photon-Emissions-Computertomographie (Spect) zählen ebenfalls zu den nuklearmedizinischen Verfahren.






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