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Naturheilkunde

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (16. September 2008)

Grundlagen

Naturheilkunde entstand auf den Grundlagen der Volksmedizin und wurde mit naturwissenschaftlichen Methoden verfeinert. Die Homöopathie wird gewöhnlich nicht zur Naturheilkunde gezählt; sie bildet ein eigenes System, das auf einer völlig anderen Grundlage entwickelt wurde, der Ähnlichkeitsregel und der Potenzierung von Wirkstoffen. Naturheilkundler setzen auf physikalische Reize (Licht, Luft, Wärme, Kälte, Bewegung/Ruhe) und Pflanzenwirkstoffe.

Der Begriff Naturheilkunde wurde von dem Arzt Lorenz Gleich im Jahre 1848 geprägt. Die traditionelle Naturheilkunde, wie sie zum Beispiel der medizinische Laie Pfarrer Sebastian Kneipp an sich selbst testete, basiert auf fünf Säulen:

  • Phytotherapie: Einsatz von Pflanzenwirkstoffen zur Behandlung von Krankheiten und Befindlichkeitsstörungen
  • Hydrotherapie : von Kneipp entwickelte Wasseranwendungen zur Wärme- und Kältereizung des Organismus
  • Bewegungstherapie: aktive körperliche Betätigung, zum Beispiel Wandern oder Gymnastik, zur Stärkung des Kreislaufs
  • Ernährungstherapie: Unterstützung der Behandlungen durch eine vollwertige, natürliche Kost und eine dem Krankheitsbild angepasste Diät
  • Ordnungstherapie: ausgewogene Lebensführung im regelmäßigen Rhythmus und im Einklang mit der Natur

Bei dieser typischen Form der Naturheilkunde spricht man auch von klassischer Naturheilkunde.

Selbstheilungskräfte

Einer der grundlegenden Gedanken in der Naturheilkunde, ist das Vertrauen auf die Selbstheilungskräfte des Körpers, wonach der Körper Krankheiten selbst heilen kann. Als Folge dieser Selbstheilungskräfte reagiert der Körper etwa mit Fieber oder scheidet gesundheitsschädliche Stoffe zum Beispiel über die Haut oder den Darm aus.

Entscheidend ist für naturheilkundliche Behandlungen, dass diese Selbstheilungskräfte in Ruhe wirken können und nicht unterdrückt oder unterbrochen werden.

Körper, Geist und Seele

Naturheilkundler betrachten bei Erkrankten nicht nur die Krankheit, sondern erfassen ihn als eine Einheit aus Körper, Geist und Seele.






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