Nasenspiegelung (Rhinoskopie)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (10. Januar 2013)

© Jupiterimages/iStockphoto

Die Nasenspiegelung (Rhinoskopie) gehört wie die Ohrenspiegelung (Otoskopie) und der Blick in den Mund zu den Routineuntersuchungen beim Hals-Nasen-Ohren-Arzt. Sie kommt bei fast jedem Arztbesuch zum Einsatz, um Erkrankungen oder Störungen im Bereich des Naseninneren genauer abzuklären.

Mithilfe der Nasenspiegelung untersucht der Hals-Nasen-Ohrenarzt das Naseninnere beziehungsweise die Nasenhaupthöhle und den Nasenrachenraum. Der Arzt unterscheidet dabei zwischen der vorderen Rhinoskopie (Rhinoscopia anterior), der mittleren Rhinoskopie (Rhinoscopia media) und der hinteren Rhinoskopie (Rhinoscopia posterior).

Bei der vordereren Nasenspiegelung verwendet der Hals-Nasen-Ohrenarzt ein Nasenspekulum – eine Art Metallzange mit einem Trichter am Ende. Für die mittlere Nasenspiegelung benutzt er ein sogenanntes Nasenendoskop. Dieses besteht entweder aus einem starren oder flexiblen Rohr, an dessen Ende eine Lichtquelle sowie eine kleine Kamera angebracht sind. Eine hintere Nasenspiegelung erfolgt mittels eines Zungenspatels und eines abgewinkelten Nasen-Rachen-Spiegels.

Durch die Rhinoskopie bekommt der Hals-Nasen-Ohrenarzt Informationen über den Aufbau des Naseninneren und die Beschaffenheit der Nasenschleimhaut. Zudem kann er auch vorhandenes Nasensekret näher untersuchen. Bei der hinteren Rhinoskopie kann er außerdem feststellen, ob eine Kieferhöhlenentzündung vorliegt. Dies erkennt der Arzt zum Beispiel an einem eitrigen Ausfluss. Auch eventuelle Missbildungen oder Neubildungen im Inneren der Nase, etwa vergrößerte Polypen oder auch bösartige Tumoren, sind anhand der Nasenspiegelung gut erkennbar.

Normalerweise ist eine Nasenspiegelung oder auch Rhinoskopie nicht schmerzhaft für den Betroffenen. Bei Entzündungen im Nasenbereich oder nach erfolgten Nasenoperationen kann der Arzt unter Umständen ein abschwellendes und/oder lokal betäubendes Nasenspray verabreichen. Generell gilt die Nasenspiegelung jedoch als ein schmerz- und risikoarmes Diagnoseverfahren.