Narben & Narbenbehandlung: Narbensalbe, Narbengel

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (16. Dezember 2011)

Narbensalbe und Narbengel können die Narbenbildung günstig beeinflussen, sie:

  • reduzieren Rötungen,
  • lockern Narbengewebe auf,
  • lindern Schmerz und Juckreiz und
  • verhindern das Wachstum von überschießendem Bindegewebe, die Hauptursache für die Entstehung von wulstigen und wuchernden Narben (hypertrophen Narben und Keloide).

Eine Narbenbehandlung mit Narbengel und Narbensalbe können Sie beginnen, wenn die Wundränder vollständig geschlossen beziehungsweise die Fäden entfernt worden sind. Massieren Sie das Narbengel oder die Narbensalbe über mehrere Wochen mindestens zweimal täglich leicht in das Narbengewebe ein.

Mit Narbengel können Sie sowohl frische als auch auch ältere Narben behandeln. Bei älteren oder verhärteten Narben empfiehlt sich zusätzlich zur täglichen Pflege das Anlegen eines Salbenverbands über Nacht. Bei regelmäßiger Narbenpflege verliert die Narbe an Umfang, wird blasser und unauffälliger.

Narbensalbe und Narbengel sind in der Apotheke erhältlich und enthalten Wirkstoffe wie beispielsweise Zwiebelextrakt (Extractum cepae), Heparin und Allantoin oder Dexpanthenol.

Ultraschallbehandlung

Behandelt man Narben kombiniert mit Ultraschall und Narbensalbe (z.B. mit den Wirkstoffen Zwiebelextrakt, Allantoin und Heparin), kann dies die Narbenbehandlung positiv beeinflussen. Das Heparin und der Ultraschall helfen dabei, die Wirkstoffe tiefer ins Gewebe zu bringen, wodurch sie ihre Wirkung auf die Narbe besser entfalten können. Nach wenigen Wochen solch einer schmerzfreien Ultraschallbehandlung sind auch verhärtete oder ältere Narben oft elastischer und weniger auffällig.