MRT (Magnetresonanz­tomographie, Kernspintomo­graphie): Untersuchung

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (11. September 2014)

Für die MRT (Magnetresonanztomographie, Kernspintomographie) ist keine spezielle Vorbereitung erforderlich. Bei der Untersuchung sollte allerdings die Kleidung bequem sein – ohne Knöpfe oder Reißverschlüsse aus Metall. Auch andere Metallgegenstände wie Piercings, Schmuck, Hörgeräte, Uhren, Gebisse oder Schlüssel muss der Patient ablegen, bevor er den Untersuchungsraum betritt, da der Magnet des Tomographen diese anzieht und so Verletzungen entstehen können.

Metallteile können außerdem bei der MRT heiß werden und die Haut des Patienten verbrennen. Darüber hinaus können sie die Aufnahmen beeinträchtigen.

Bei Magnet- und Chipkarten besteht die Gefahr, dass sie beschädigt werden – sie sollten deshalb nicht mit in den Untersuchungsraum gebracht werden.

Das Bild zeigt eine MRT-Aufnahme eines Kopfes. © Jupiterimages/Hemera

Mit einer MRT lassen sich entzündliche Prozesse, Tumoren und Fehlbildungen im Kopf darstellen.

Wenn Sie Metallteile im Körper tragen, besprechen Sie vor einer MRT-Untersuchung mit Ihrem Arzt, ob diese die MRT-Aufnahme behindern. Das gilt zum Beispiel für Prothesen, Implantate, Spiralen zur Verhütung, Klammern, Stents oder Metallsplitter. Auch auf Wundverbände, Medikamenten- oder Nikotinpflaster sollten Betroffene den Arzt vor einer MRT-Untersuchung hinweisen, da diese mit Metall beschichtet sein können und Probleme bereiten könnten.

Bei Betroffenen, die einen Herzschrittmacher oder andere implantierte Geräte tragen, kann in der Regel keine MRT erfolgen. Über Ausnahmen muss der Arzt entscheiden.

Sehr selten treten bei einer MRT-Untersuchung Behinderungen durch Tätowierungen auf, da in der Farbe metallhaltige Teile vorkommen können, die Hautreizungen und im schlimmsten Fall Verbrennungen hervorrufen. Deshalb sollte der Arzt vorher über eine vorhandene Tätowierung informiert werden, um das Risiko abschätzen zu können. Das Gleiche gilt für Permanent-Make-up.

Darüber hinaus sollte der Patient vor der Untersuchung Kosmetika und Schminke entfernen, sofern sie metallhaltige Inhaltsstoffe aufweisen. Diese können die MRT-Bilder unter Umständen beeinträchtigen.

Für die Magnetresonanztomographie legt sich der Patient in eine enge tunnelähnliche Röhre (dem Magnetresonanztomograph). Während der Untersuchung sind in gewissen zeitlichen Abständen immer wieder starke Klopfgeräusche zu hören. Um diese zu dämpfen, erhalten die Patienten während der Untersuchung Ohrstöpsel oder Kopfhörer. Es ist notwendig, dass der Patient während der Untersuchung absolut ruhig liegt, da jede Bewegung die Qualität der Aufnahmen beeinträchtigt.

Eine vollständige MRT-Untersuchung kann zwischen einigen Minuten und bis zu über einer Stunde dauern. Die Differenz kommt dadurch zu Stande, dass zwischen den einzelnen Untersuchungssequenzen Messpausen von bis zu zehn Minuten entstehen. Die MRT verursacht keine Schmerzen – vielmehr spürt der Betroffene nichts davon, dass er "durchleuchtet" wird. Manchen Betroffenen bereitet unter Umständen das lange Stillliegen in der engen Röhre Probleme. Wenn Patienten unter Raumangst (umgangssprachlich Platzangst) leiden, können sie vor der Untersuchung ein Beruhigungsmittel bekommen.

Eine MRT in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft sollte nur in Notfällen erfolgen. Es ist zwar nicht erwiesen, dass die Radiowellen das Ungeborene schädigen, aber Auswirkungen konnten bislang auch nicht ausgeschlossen werden. Zu einem späteren Zeitpunkt der Schwangerschaft ist eine MRT-Untersuchung unbedenklich.