Mistel und Misteltherapie: Hinweise

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (16. April 2014)

Vor dem Einsatz von Mistel-Präparaten ist es ratsam, folgende Hinweise zu beachten: Zwar kann es besonders nach dem Verzehr der Mistel-Früchte in seltenen Fällen zu Vergiftungserscheinungen in Form von Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Blutdruckanstieg mit nachfolgendem Schock kommen. Bei der Einnahme von Mistel-Präparaten über den Mund (oral) sind jedoch keine derartigen Nebenwirkungen zu erwarten. Auch eine chronische Toxizität (d.h. eine schädigende Wirkung bei wiederholter täglicher Verabreichung) ist von der Misteltherapie nicht bekannt.

Die Verabreichung flüssiger Mistel-Präparate per Spritze kann jedoch starke Nebenwirkungen hervorrufen: Möglich sind Fieber, Schüttelfrost, Herz-Kreislauf-Störungen und allergische Reaktionen. Die Injektion erzeugt außerdem starke Entzündungen, die bis zur Gewebszerstörung (sog. Nekrose) führen können.

Aufgrund bestimmter Inhaltsstoffe der Mistel ist eine Misteltherapie während der Schwangerschaft und Stillzeit grundsätzlich nicht zu empfehlen. Außerdem ist von einer Behandlung mit Präparaten auf der Basis von Misteln abzuraten, wenn eine Überempfindlichkeit gegenüber Misteleiweißen oder chronische Infektionen bestehen. Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sind allerdings unwahrscheinlich.