Massage: Klassische Massage

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (02. April 2012)

Wer von Massage im Allgemeinen spricht, meint damit in der Regel die klassische Massage. Sie kommt überwiegend bei muskulären Verspannungen und Verhärtungen zum Einsatz. Sie soll entspannen, Schmerzen lindern und die Durchblutung steigern. Man unterscheidet dabei zwischen Teilmassage (Gesichts-, Nacken-, Schulter-, Arm-, Rücken- und Beinmassage) und Ganzkörpermassage.

Bei der klassischen Massage wendet der Masseur spezielle Griff- und Berührungstechniken an – je nachdem, um welches Beschwerdebild es sich handelt. Grob unterscheidet man:

  • Streichungen: Als Streichungen bezeichnet man großflächige, gleichmäßige Bewegungen, die im Verlauf eines Muskels erfolgen. Streichungen kann der Masseur zum Beispiel mit der flachen Hand ausführen (Flachhandstreichung), in zirkulierenden Bewegungen (z.B. an Hand und Fuß) oder auch mit kreisförmigen Bewegungen (insbesondere an Rücken und Schulter)
  • Knetungen: Knetungen sind deutlich intensivere Bewegungen als Streichungen. Mithilfe von Knetungen lockert der Masseur gezielt einzelne Körperbereiche in Bewegungen quer zum Muskelfaserverlauf. Die Knetungen können ein- oder beidhändig ausgeführt werden.
  • Reibungen: Reibungen sind sehr intensive, kreisende oder elliptische Bewegungen. Der Masseur führt sie je nach Beschwerdebild mit Daumen, Handballen, Fingerknöcheln oder den Mittelgelenken der Finger aus.
  • Klopfungen, Klatschungen, Hackungen: Diese Techniken wendet der Masseur vor allem an Rücken, Beinen und Armen an. Leichte, schnelle Schläge aus dem Handgelenk mit der flachen Hand nennt man auch Klopfungen. Bei der Klatschung hingegen ist die Hand nicht flach, sondern leicht gebeugt. Bei der Hackung sind Handgelenke und Finger gestreckt.
Das Bild zeigt eine Frau mit freiem Oberkörper, die massiert wird am Nacken. © Jupiterimages/iStockphoto

Bei Muskelverspannungen kann eine Massage helfen.

Die einzelnen Techniken kann der Masseur mit unterschiedlichen Wirkungen an verschiedenen Körperpartien einsetzen und auch miteinander kombinieren. Dabei muss er stets individuell vorgehen. Welche Technik er wählt und mit welcher Intensität er massiert, hängt von vielen Faktoren ab, so zum Beispiel von:

  • dem individuellen Schmerzempfinden des Massierten
  • den Beschwerden des Massierten
  • dem Körperbereich, der massiert werden soll
  • dem Alter des Massierten.

Die klassische Massage kommt in der Regel ein bis zwei Mal pro Woche zum Einsatz und wird je nach Beschwerdebild über einen Zeitraum von etwa vier bis acht Wochen durchgeführt.

Eine Massage sollte nur von Fachleuten durchgeführt werden.