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Mammographie

Veröffentlicht von: Carolin Grob (22. November 2013)

Allgemeines

Die Mammographie ist eine Röntgenuntersuchung der Brust. Typischerweise fertigt der Arzt bei einer Mammographie pro Brust zwei Aufnahmen an.

Die Mammographie kommt zu folgenden Zwecken zum Einsatz:

  • Früherkennung von Brustkrebs
    • bei Risikopatientinnen (z.B. Brustkrebsfälle in der Familie)
    • als Screening-Mammographie alle 2 Jahre für Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren (bundesweites, freiwilliges Mammographie-Screening-Programm)
  • gezielte Abklärung auffälliger Befunde bei Frauen über circa 30 Jahren, z.B. Knoten, Verhärtung, Ausfluss aus der Brustwarze
  • im Rahmen der Nachsorge bei Patientinnen mit Brustkrebs

Der Begriff "Screening" bedeutet, dass einer bestimmten Bevölkerungsgruppe (hier: Frauen zwischen 50 und 69 Jahren) eine Untersuchung angeboten wird, ohne dass Beschwerden vorliegen. Ziel des Screenings ist es, eine eventuell bestehende Brustkrebserkrankung oder Vorstufen von Brustkrebs so früh wie möglich zu erkennen. Die Vor- und Nachteil des Screening sollte der Arzt ausführlich erläutern, sodass jede Frau eine Entscheidung treffen kann, die auf aktuellen, korrekt vermittelten Informationen beruht.

Bei Frauen im Alter über 50 Jahren kann nach derzeitigen Daten die Brustkrebssterblichkeit mithilfe des Mammographie-Screenings gesenkt werden: Pro Jahr sterben dank des Mammographie-Screenings statt 4 von 1.000 Frauen 3 von 1.000 Frauen an Brustkrebs. Die sogenannte absolute Risikoreduktion entspricht 0,1 Prozent, denn:

  • 4 von 1.000 = 0,4 Prozent,
  • 3 von 1.000 = 0,3 Prozent,
  • 0,4 - 0,3 Prozent = 0,1 Prozent

Anders dargestellt: Stellt man sich eine Gruppe mit 200 Frauen vor, die über einen Zeitraum von 20 Jahren regelmäßig alle zwei Jahre am Mammographie-Screening-Programm teilnimmt, wird eine dieser 200 Frauen vor dem Tod durch Brustkrebs bewahrt.

Außerhalb des Screenings setzen Ärzte die Mammographie ein, wenn Beschwerden oder Veränderungen der Brust auf einen krankhaften Befund hindeuten und andere Techniken – etwa eine Ultraschalluntersuchung – keine Klarheit bringen. Solche Veränderungen der Brust können der Frau selber auffallen oder bei einer Routineuntersuchung beim Frauenarzt erstmals bemerkt werden, wenn er die Brust betrachtet und abtastet.

Außerdem eignet sich die Mammographie für Frauen, die ein erhöhtes Risiko haben, an Brustkrebs zu erkranken. Dies ist der Fall, wenn bereits an einer Brust Krebs entdeckt wurde oder wenn nahe Verwandte (Mutter, Tochter oder Schwester) an Brustkrebs erkrankt sind. Generell steigt das Risiko für Brustkrebs mit dem Alter: Die meisten Fälle treten statistisch mit Anfang 60 auf.






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