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Magenspiegelung (Gastroskopie)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (22. Januar 2015)

© Jupiterimages/Goodshoot

Die Magenspiegelung (Gastroskopie) ist eine schmerzfreie Untersuchung, bei der Ärzte über ein spezielles Endoskop (das sog. Gastroskop) die Schleimhaut von Speiseröhre, Magen und dem sich anschließenden Zwölffingerdarm betrachten können.

Das zur Magenspiegelung verwendete Gastroskop ist ein biegsames, schlauchartiges Instrument. Es strahlt Licht aus und ermöglicht es dem Arzt über eine eingebaute Optik, die beleuchtete Magenwand zu betrachten. Dies geschieht meistens durch elektronische Übertragung des Bildes auf einen Monitor, sodass mehrere Personen gleichzeitig die Gastroskopie verfolgen können (sog. Video-Endoskopie).

Grafische Darstellung einer Magenspiegelung © Jupiterimages/Hemera

Magenspiegelung mit einem flexiblen Schlauch

Da die Untersuchung zwar etwas unangenehm sein kann, aber schmerzfrei ist, reicht eine örtliche Betäubung des Rachens oder eine Beruhigungsspritze vor der Magenspiegelung aus. Eine Narkose unter Aufsicht eines Anästhesisten ist bei der Gastroskopie nicht nötig. Die Untersuchung findet entweder im Krankenhaus oder ambulant statt – zum Beispiel in einer Praxis für allgemeine innere Medizin oder bei einem Spezialisten für Magen-Darm-Heilkunde (Gastroenterologie, Bezeichnung des Arztes: Gastroenterologe).

Mögliche Gründe für den Einsatz einer Magenspiegelung sind Magenschmerzen, ständiges Sodbrennen, häufiges Erbrechen oder Schluckstörungen. Die Gastroskopie ist dabei in mehrfacher Hinsicht nützlich – denn über das Gastroskop kann der Arzt:

  • die Speiseröhre, das Mageninnere und den Zwölffingerdarm betrachten und dabei
  • gleichzeitig Gewebe entnehmen (sog. Magenbiopsie) sowie
  • verschiedene Behandlungen vornehmen (z.B. Stillung von Magenblutungen per Laser, Entfernung von Polypen).

Eine Biopsie der Magenwand ist besonders hilfreich, um zu beurteilen, ob und welche Krankheit hinter Magen- oder Oberbauchbeschwerden steckt. So kann der Arzt nach der Magenspiegelung die Proben einschicken und von einem Pathologen unter dem Mikroskop untersuchen lassen, ob eine Magenschleimhautentzündung (Gastritis) vorliegt oder ob sich eventuell ein gutartiger Magentumor hinter den Symptomen verbirgt. Ebenso kann der Pathologe feststellen, ob vielleicht Magenkrebs, also ein bösartiger Tumor, Ursache der Beschwerden und der sichtbaren Veränderungen der Magenwand ist.

Nicht selten lautet die Diagnose nach der Magenspiegelung: Magengeschwür oder Zwölffingerdarmgeschwür. Weitere typische Befunde einer Gastroskopie sind ein Reizmagen oder eine durch hochsteigenden Magensaft (Reflux) verursachte Schädigung der Schleimhaut der unteren Speiseröhre (sog. Refluxösophagitis).


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