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Magenspiegelung (Gastroskopie)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (22. November 2013)

Ablauf

Bei einer Magenspiegelung (Gastroskopie) können Sie mit einem zügigen Ablauf rechnen. Meist ist eine Magenspiegelung nach kurzer Dauer (von ein paar Minuten) schon vorbei: Mehr Zeit benötigt der Arzt nicht, um mit einem schlauchartigen Instrument (einem speziellen, als Gastroskop bezeichneten Endoskop) in den Magen zu schauen. Die Untersuchung kann im Krankenhaus oder ambulant – zum Beispiel in einer Praxis für innere Medizin oder bei einem Facharzt für Magen-Darm-Heilkunde (Gastroenterologe) – erfolgen. Wo die Magenspiegelung stattfindet, hat keine Auswirkung auf ihren Ablauf.

Bei jeder Magenspiegelung ist der Ablauf vollkommen schmerzfrei und höchstens etwas unangenehm. Daher kommt die Magenspiegelung ohne Narkose aus – das bedeutet: Es ist nicht nötig, zur Gastroskopie unter Aufsicht eines Anästhesisten eine Bewusstlosigkeit herbeizuführen und die Schmerzempfindung auszuschalten.

Auf Wunsch können Sie sich aber ein Beruhigungsmittel (z.B. Midalozam oder Diazepam) verabreichen lassen, bevor die Magenspiegelung beginnt: Den Ablauf der Untersuchung nehmen Sie dann nicht bewusst wahr. Wünschen Sie keine Medikamente zur Beruhigung, kann die Gastroskopie auch bei vollem Bewusstsein erfolgen: Gegebenenfalls betäubt man Ihren Rachen örtlich mit einem Spray, damit Sie den durch den Mund eingeführten Schlauch nicht so sehr spüren.

Wenn Sie einen Zahnersatz tragen, müssen Sie diesen herausnehmen, bevor der Arzt den Schlauch einführt. Dann schiebt der Arzt den biegsamen Schlauch vorsichtig durch Ihren Mund am Kehlkopf vorbei über die Speiseröhre in den Magen. Dabei verhindert ein Beißring zwischen Ihren Zähnen, dass Sie auf den Schlauch beißen. Um das Gesehene besser beurteilen zu können, bläht der Arzt Ihren Magen während der Magenspiegelung über den Schlauch mit Luft auf und saugt sie anschließend wieder ab. Schließlich schiebt er den Schlauch durch den Magenausgang in den Zwölffingerdarm vor. Am Schluss der Untersuchung zieht er das Gerät in den Magen zurück und schließlich ganz heraus.

Durch das Gastroskop kann der Arzt eine winzige Zange einführen, mit deren Hilfe er während der Magenspiegelung kleine Gewebeproben entnimmt und nach Ablauf der Untersuchung unter dem Mikroskop untersucht (sog. Biopsie). Dadurch kann der Arzt die Schleimhäute in Magen und Zwölffingerdarm noch genauer beurteilen: So sind zum Beispiel Entzündungen sowie gutartige und bösartige Tumoren zu erkennen. Darüber hinaus ist es möglich, während der Gastroskopie kleinere operative Eingriffe vorzunehmen.

Es ist ratsam, nach einer Magenspiegelung vor Ablauf von zwei bis drei Stunden nichts zu essen oder zu trinken: Vor allem nach einer örtlichen Betäubung des Rachens besteht ansonsten das Risiko, sich zu verschlucken. Wenn Sie vor der Gastroskopie eine Beruhigungsspritze bekommen haben, dürfen Sie außerdem mindestens 24 Stunden keine Maschinen bedienen (hierzu zählt auch die Teilnahme am Straßenverkehr). Falls Sie Beschwerden wie Schwindel, Bluterbrechen, Schmerzen oder Ähnliches nach einer Magenspiegelung bemerken, informieren Sie unverzüglich den Arzt.






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