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Lumbalpunktion (Liquorpunktion)

Veröffentlicht von: Dr. med. Fabian Weiland (25. Juni 2013)

Allgemeines

Unter einer Lumbalpunktion (Liquorpunktion) versteht man die Entnahme von Liquor (Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit, Nervenwasser) aus dem Wirbelkanal im Bereich der Lendenwirbel.

Liquor ist eine klare Flüssigkeit, die Gehirn und Rückenmark umgibt und diese beiden Organe vor äußeren Einwirkungen wie ein Puffer schützt beziehungsweise Stöße oder Stürze dämpft. Auch im Inneren des Gehirns befinden sich Hohlräume, die mit Liquor gefüllt sind und mit den äußeren Liquorräumen in Verbindung stehen.

Im Anschluss an die Lumbalpunktion erfolgt die Liquordiagnostik oder Liquoruntersuchung. Sie gibt Aufschluss über die Zusammensetzung des Nervenwassers und spielt eine wichtige Rolle bei der Diagnose von Erkrankungen des Gehirns und Rückenmarks. Im Rahmen solch einer Liquordiagnostik wird zum Beispiel bestimmt,

  • ob der Liquor farbliche Veränderungen aufweist,
  • ob Zellen im Liquor vorkommen bzw. falls welche vorkommen, um was für Zellen es sich handelt,
  • ob vermehrt Eiweiß im Liquor vorliegt,
  • wie viel Glukose und Laktat sich im Liquor befinden und
  • ob vermehrt Antikörper (Immunglobuline) im Liquor vorkommen.

Zum Teil bestimmt der Arzt während der Lumbalpunktion auch gleichzeitig den Liquordruck.

Der Vorteil einer Lumbalpunktion ist, dass man den Liquor im Bereich der Lendenwirbel mit einer Hohlnadel entnehmen kann. Das Risiko einer Rückenmarksverletzung durch die Lumbalpunktion besteht in der Regel nicht, da es nicht bis in diesen Bereich hinabreicht.

Lumbalpunktion: Video

Eine Lumbalpunktion kann zudem nicht nur der Liquorentnahme und damit der Liquordiagnostik dienen – sondern auch therapeutische Zwecke erfüllen. So lässt sich zum Beispiel mithilfe der Lumbalpunktion

Die Lumbalpunktion kommt vor allem zur Diagnostik möglicher Hirnhautentzündungen (Meningitis) und/oder Gehirnentzündungen (Enzephalitis) zum Einsatz.






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