Lumbalpunktion (Liquorpunktion): Anwendungsgebiete

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (25. Juni 2013)

Die Lumbalpunktion (Liquorpunktion) spielt insbesondere bei der Diagnose von Krankheiten des Gehirns und Rückenmarks (zentrales Nervensystem, ZNS) eine wichtige Rolle, wie zum Beispiel bei:

Will man die Zusammensetzung des Nervenwassers (Liquor) genau untersuchen, erfolgt in der Regel neben der Lumbalpunktion auch eine Blutentnahme, da sich viele Messergebnisse nur im Vergleich mit Werten im Blut beurteilen lassen.

Im Normalfall findet im Körper kaum ein Austausch zwischen Liquor und Blut statt. Diese Sperre heißt in der Fachsprache auch Blut-Liquor-Schranke. Bei bestimmten Krankheiten kann diese Barriere gestört sein, sodass bestimmte Blutbestandteile in das Hirnwasser übertreten können. Bei der Liquoruntersuchung bestimmt der Arzt daher die Anzahl von roten und weißen Blutkörperchen sowie den Eiweiß- und Zuckergehalt des Nervenwassers.