Künstliche Befruchtung: Samengewinnung & Kryokonservierung

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (18. November 2014)

Samengewinnung

Keine künstliche Befruchtung ohne Samenflüssigkeit des Mannes! Zur Vorbereitung der künstlichen Befruchtung ist daher auch die Samengewinnung nötig. Die Samenflüssigkeit gewinnt der Mann in der Regel selbst (durch Masturbation). Im Labor bereitet man dann die Samenflüssigkeit für die künstliche Befruchtung auf, um die Chancen der Befruchtung zu erhöhen.

MESA und TESE

Die für die künstliche Befruchtung notwendige Samengewinnung geschieht unter Umständen mithilfe der Verfahren MESA und TESE:

  • MESA steht für mikrochirurgische epididymale Spermienaspiration: Hierbei entnimmt der Arzt die Samenzellen (Spermien) für die künstliche Befruchtung aus den Nebenhoden.
  • TESE steht für testikuläre Spermienextraktion: Das heißt, der Arzt entnimmt die Samenzellen für die künstliche Befruchtung aus dem Hodengewebe.

Diese Methoden zur Samengewinnung kommen jedoch nur in Betracht, wenn der Mann nicht in der Lage ist, den Samen für die künstliche Befruchtung durch Masturbation und anschließenden Samenerguss (Ejakulation) zu gewinnen, oder wenn sich im Ejakulat des Mannes keine Samenzellen befinden (z.B. bei Samenleiterverschluss).

Kryokonservierung

Wenn eine künstliche Befruchtung zu einem späteren Zeitpunkt geplant ist, kann ihre Vorbereitung in einer Kryokonservierung bestehen: Hierbei friert man Eizellen im Vorkernstadium ein, um sie später künstlich zu befruchten und dann in die Gebärmutter einzusetzen.

In Deutschland bewahrt man die gefrorenen Eizellen bis zu zwei Jahre lang für eine künstliche Befruchtung auf. Die Kosten für die Kryokonservierung übernehmen gesetzliche Krankenkassen jedoch nicht.