Künstliche Befruchtung: IVM (In-vitro-Maturation)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (18. November 2014)

Eine künstliche Befruchtung kann auch durch die IVM (In-vitro-Maturation) erfolgen. Diese Methode ergänzt das Verfahren der IVF (In-vitro-Fertilisation): Bei der IVM entnimmt man unreife Eizellen aus den Eierstöcken der Frau. Anschließend reifen die Eizellen im Reagenzglas ein bis zwei Tage lang durch die Zugabe der natürlichen Hormone FSH (follikelstimulierendes Hormon) und HCG (humanes Choriongonadotropin). Erst dann findet die Befruchtung der Zellen mit den männlichen Samenzellen (Spermien) statt. Nach zwei weiteren Tagen setzt der Arzt die befruchteten Eizellen dann in die Gebärmutter ein.

Im Vergleich zur IVF sind für die künstliche Befruchtung durch IVM deutlich geringere Hormongaben nötig: Vor Entnahme der Eizellen für die In-vitro-Maturation regt man die Eierstöcke gar nicht oder höchstens ein wenig mit Hormonen an.

Dass vor der IVM keine hoch dosierte Behandlung mit Hormonen erfolgt, hat viele Vorteile: So ist die künstliche Befruchtung durch In-vitro-Maturation zum Beispiel für Frauen geeignet, die eine Hormonbehandlung nicht vertragen oder die aufgrund einer Krebserkrankung eine Chemotherapie benötigen.

Die künstliche Befruchtung durch IVM ist keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen.