Künstliche Befruchtung: Insemination

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (18. November 2014)

Für die künstliche Befruchtung stehen unterschiedliche Methoden zur Verfügung. Eine Methode ist die sogenannte Insemination: Hierbei bringt man die männlichen Samenzellen (Spermien) künstlich in ein inneres Geschlechtsorgan der Frau ("Insemination" bedeutet in etwa "Einsetzen von Samenzellen").

Die künstliche Befruchtung der Eizelle findet bei der Insemination also im Körper der Frau statt.

Für die künstliche Befruchtung durch Insemination sind verschiedene Vorgehensweisen möglich:

  • Intracervicale Insemination (ICI): Der Arzt spritzt den Samen in den Gebärmutterhals.
  • Intrauterine Insemination (IUI): Der Arzt setzt die zuvor im Labor aufbereiteten Samenzellen direkt in die Gebärmutter ein.
  • Intratubale Insemination (ITI): Der Arzt setzt die zuvor im Labor aufbereiteten Samenzellen direkt in die Eileiter ein.

Die künstliche Befruchtung durch Insemination kommt vor allem dann infrage, wenn die Samenflüssigkeit des Mannes zu wenige Samenzellen enthält oder die Samenzellen nicht beweglich genug sind, um eine normale Befruchtung zu erreichen. Der Vorteil der künstlichen Samenübertragung besteht darin, dass mehr Samenzellen schneller zur Eizelle gelangen als beim Geschlechtsverkehr.

Homologe Insemination

Künstliche Befruchtung durch homologe Insemination bedeutet, dass der künstlich in den Körper der Frau eingebrachte Samen vom eigenen Partner stammt. Bei einer homologen Insemination ist das Kind das leibliche Kind beider Partner. Eine künstliche Befruchtung durch homologe Insemination führt in etwa 5 bis 10 Prozent der Fälle zum gewünschten Erfolg.

Heterologe Insemination

Eine künstliche Befruchtung durch heterologe Insemination besteht darin, die Eizelle mit dem Samen eines fremden zeugungsfähigen Mannes zu befruchten. Die heterologe Insemination biete sich an, wenn die Zeugungskraft des Partners der Frau nicht ausreicht, um die Eizelle zu befruchten. Hierbei ist das Kind nicht das leibliche Kind des Partners, sondern nur das der Mutter.

Die heterologe Insemination hat eine Erfolgsquote von etwa 20 Prozent. Gesetzlich Versicherte müssen die Kosten für eine künstliche Befruchtung durch heterologe Insemination selber tragen, da diese Methode keine Leistung der gesetzlichen Krankenkasse ist.