Künstliche Befruchtung: ICSI (intrazytoplasmatische Spermieninjektion)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (18. November 2014)

Häufig findet die künstliche Befruchtung durch die ICSI (intrazytoplasmatische Spermieninjektion) – auch Mikroinjektion genannt – statt: Diese in Deutschland seit 1994 eingesetzte Methode kommt für Paare infrage, bei denen eine Befruchtung weder im Eileiter noch unter Laborbedingungen gelingen kann. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn:

  • die Samenflüssigkeit des Mannes nicht genug Samenzellen (Spermien) enthält oder
  • die Samenzellen zu unbeweglich sind.

Die künstliche Befruchtung durch ICSI hat folgenden Ablauf: Der Arzt entnimmt der Frau Eizellen durch die Scheide und spritzt anschließend jede einzelne Samenzelle mithilfe einer Mikropipette direkt ins Zytoplasma der Eizelle der Frau. Die Übertragung (Transfer) der so befruchteten Zellen in die Gebärmutter geschieht zwei Tage später.

Auch die künstliche Befruchtung mithilfe der ICSI macht im Vorfeld fast immer eine Hormonbehandlung der Frau notwendig.

Die künstliche Befruchtung durch die intrazytoplasmatische Spermieninjektion führt durchschnittlich in etwa 20 Prozent der Versuche zum Erfolg. Wie hoch bei ICSI die Erfolgschancen (d.h. die Aussichten, eine Schwangerschaft herbeizuführen) sind, hängt unter anderem in hohem Maß vom Alter der Mutter ab.