Krebstherapie: So lässt sich Krebs behandeln

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (22. Juni 2015)

© Jupiterimages/Brand X Pictures

Die Heilungschancen bei Krebs sind dank der modernen Krebstherapie in den letzten 30 Jahren stetig angestiegen. Die Kombination aus einer verbesserten Krebstherapie und vorbeugenden Maßnahmen sowie weiter entwickelten diagnostischen Möglichkeiten haben dazu geführt, dass Betroffene trotz der Diagnose Krebs oft hoffnungsvoll in die Zukunft blicken können.

Ob und inwiefern ein diagnostizierter Krebs tatsächlich auch heilbar ist, hängt neben der frühzeitigen Diagnose und der passenden Krebstherapie auch von der Art des Tumors ab.

Bestimmte Krebsarten wie zum Beispiel

lassen sich dank der heutigen Krebstherapien meist gut heilen: die Heilungschancen liegen bei rund 90 Prozent (sofern der Krebs im frühen Stadium entdeckt wurde). Bei Krebsarten wie Lungenkrebs oder Speiseröhrenkrebs ist die Prognose allerdings nach wie vor etwas schlechter, obgleich auch hier die Heilungschancen gestiegen sind.

Grundsätzlich stützt sich die Krebstherapie auf drei Säulen:

Welche Krebstherapie letztendlich zum Einsatz kommt, hängt in erster Linie von der Art und dem Ausmaß der Krebserkrankung ab. Für bestimmte Tumorarten kommen zusätzliche Behandlungsmöglichkeiten wie eine Hormontherapie oder eine Immuntherapie infrage.

Die eigentliche Krebstherapie wird durch körperlich und psychisch unterstützende Maßnahmen ergänzt, wie beispielsweise die Behandlung von Tumorschmerzen im Rahmen einer gezielten Schmerztherapie. Sie sorgt bei 90 Prozent der Betroffenen zu einer deutlichen Linderung der Schmerzen oder für vollständige Schmerzfreiheit.

Bei Leukämien und bestimmten Formen von Lymphdrüsenkrebs (Lymphom) wird als Krebstherapie auch eine Stammzelltransplantation oder Knochenmarktransplantation eingesetzt. Das Angebot an Therapien wird durch alternative (komplementäre) Krebstherapien, wie etwa Mistel- und Thymus-Präparaten sowie anderen biologischen Präparaten ergänzt. Nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft sind alternative Krebstherapien jedoch kein akzeptabler Ersatz für die Standardverfahren. Denn Wirkung und Sicherheit der alternativen Krebstherapien sind nicht oder nur unzureichend wissenschaftlich untersucht. Forscher arbeiten intensiv an der Entwicklung neuer Formen der Krebstherapie.

Die derzeit am häufigsten angewandten Formen der Krebstherapie sind die Operation, die Chemotherapie, die Strahlentherapie sowie die Hormontherapie. Bei vielen Krebserkrankungen kombinieren die behandelnden Ärzte mehrere Krebstherapien miteinander, um die Wirksamkeit der Krebsbehandlung zu erhöhen.