Kontrollunter­suchung beim Zahnarzt: Fissurenversiegelung

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (22. Juni 2015)

Vor allem bei Kindern und Jugendlichen, deren Zähne weniger abgenutzt sind, besteht die Kauoberfläche der Backenzähne aus vielen kleinen Höckern und Grübchen, den sogenannten Fissuren. In den Fissuren setzen sich Essensreste fest, die sich nur sehr schwer mit der Zahnbürste entfernen lassen. Sie bieten damit optimale Bedingungen für die Entstehung von Karies.

Bei der Fissurenversiegelung füllt der Zahnarzt die kleinen Grübchen mit Kunststoff auf. Dies rundet die Kaufläche ab und sorgt dafür, dass sich kariesverursachende Bakterien nicht mehr in den Fissuren ansiedeln können. Die Fissurenversiegelung führt der Zahnarzt durch, bevor größere Zahnprobleme bestehen. Dann beugt die Fissurenversiegelung Karies sehr wirksam vor.

Selbst wenn unter der Fissurenversiegelung bereits eine leichte, auf den Zahnschmelz begrenzte Karies vorhanden war, so sterben die Bakterien darunter ab, denn durch die Versiegelung kommen sie nicht mehr in Kontakt mit Nahrung – sie verhungern.

Die Versiegelung hält etwa so lange wie eine herkömmliche Zahnfüllung. Entdeckt der Zahnarzt bei folgenden Kontrolluntersuchungen Schäden an der Versiegelung, repariert er sie mit Kunststoff. So ist ein dauerhafter Kariesschutz möglich. Im Rahmen des sogenannten Individualprophylaxe-Programms für Kinder zwischen 6 und 17 Jahren ist die Fissurenversiegelung der ersten und zweiten bleibenden Backenzähne eine Kassenleistung.