Knochendichte­messung (Osteodensitometrie)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (14. April 2015)

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Die Knochendichtemessung (Osteodensitometrie) ist eine einfache und schmerzfreie Untersuchung der Knochendichte. Üblich ist es, die Knochendichte am Oberschenkelhals oder an der Lendenwirbelsäule zu messen – seltener findet die Messung auch am Fersenbein statt.

Es stehen verschiedene Methoden zur Knochendichtemessung zur Verfügung, die sich in Kosten, Aufwand und Aussagekraft unterscheiden. Die Gemeinsamkeit aller Osteodensitometrie-Verfahren besteht darin, dass Strahlen zum Einsatz kommen, die den Knochen durchdringen: Meistens erfolgt die Knochendichtemessung mithilfe von Röntgenstrahlen, seltener mit Ultraschall.
Die Strahlenbelastung bei einer Knochendichtemessung ist immer geringer als bei einer normalen Röntgenuntersuchung des Brustkorbs (sog. Röntgen-Thorax).

Die Knochendichtemessung beruht darauf, dass die Knochen – je nach ihrer Dichte – die Intensität der Strahlen unterschiedlich stark abschwächen, während diese die Knochen durchdringen. Das Ausmaß dieser sogenannten Strahlenabsorption gibt – unabhängig von der eingesetzten Methode – Aufschluss darüber, wie viel Mineralsalz der untersuchte Knochen enthält: Hierzu vergleicht der Arzt das Messergebnis der Osteodensitometrie mit einem Normwert.

Der Zweck der Knochendichtemessung besteht also darin, den Mineralsalzgehalt in den Knochen zu ermitteln: Damit ermöglicht es die Osteodensitometrie, eine Osteoporose (Knochenschwund) beziehungsweise eine verminderte Knochendichte (Osteopenie) zu erkennen. Darüber, ob eine Knochendichtemessung als Kassenleistung möglich ist, können die Krankenkassen Auskunft geben.

Besonders für die Früherkennung von Osteoporose spielt die Osteodensitometrie eine unverzichtbare Rolle. Auch zur Verlaufskontrolle einer erkannten und behandelten Osteoporose ist es sinnvoll, die Knochendichte zu messen. Außerdem kann der Arzt die in der Knochendichtemessung ermittelten Werte heranziehen, um festzustellen, wie hoch das individuelle Risiko für Knochenbrüche ist.

Das am häufigsten verwendete Verfahren zur Knochendichtemessung ist die sogenannte DXA oder DEXA (für engl. Dual Energy X-Ray Absorptiometry = Doppel-Energie-Röntgen-Absorptiometrie): Keine andere Methode der Osteodensitometrie gilt als zuverlässiger, wenn es darum geht, die langfristigen Auswirkungen einer Osteoporose-Behandlung zu prüfen.