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Hypnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (28. Februar 2014)

© Jupiterimages/iStockphoto

Der Begriff Hypnose beschreibt einen veränderten Bewusstseinszustand, bei dem der Hypnotisierte meist eine tiefe Entspannung empfindet. Sein Zustand wird durch bestimmte Reize ausgelöst (z.B. indem er ein Objekt mit den Augen fixiert oder vom Therapeuten Anweisungen gesagt bekommt). In der Hypnotherapie nutzen Ärzte oder Psychotherapeuten die Hypnose als Teil der Behandlung – zum Beispiel bei Asthma, Bluthochdruck oder zur Nikotinentwöhnung.

Der Begriff Hypnose stammt von dem griechischen Wort hypnos, welches Schlaf bedeutet. Während einer Hypnose befindet sich der Hypnotisierte in einem veränderten Bewusstseinszustand, bei dem Aufmerksamkeit, Bewusstsein sowie der Realitätsbezug eingeschränkt sind. Auch komplexe Denkvorgänge sind gehemmt und die Sinnesorgane (mit Ausnahme des Gehörs) reagieren weniger sensibel. Allgemeines Ziel der Hypnose ist es, das Erregungsniveau des Körpers zu senken und das Nervensystem zu entspannen.

In diesem Zustand der tiefen Entspannung ist der Hypnotisierte sehr empfänglich für Fremdbeeinflussung (Suggestion). Der Hypnotiseur kann so direkt auf negative Denkmuster oder Verhaltensweisen einwirken und somit Verhaltensänderungen herbeiführen. Die Hypnose beziehungsweise Hypnotherapie kommt daher häufig in Kombination mit einer Psychotherapie zum Einsatz, beispielsweise zur Behandlung von Suchtverhalten, unterstützend bei der Bewältigung von psychischen Problemsituationen und auch körperlichen (somatischen) Beschwerden wie Schmerzen, zu hohem Blutdruck oder Asthma-Symptomen.

Es lassen sich zwei Formen von Hypnose unterscheiden: Die oberflächliche Hypnose und die tiefe Hypnose. Die oberflächliche Hypnose ähnelt dem Wachzustand. Obwohl dabei der Atem verlangsamt ist, das Herz langsamer schlägt und der Blutdruck sinkt, ist der Hypnotisierte in der Lage, komplexe Handlungen auszuführen.

Bei der tiefen Hypnose verfällt der Hypnotisierte in einen schlafähnlichen Zustand. Dabei kommt es häufig zu einer posthypnotischen Amnesie, das heißt der Hypnotisierte kann sich nach der Hypnose nicht mehr erinnern, was während der Sitzung passiert ist.

Hypnose und Hypnotherapie kommen im Rahmen verschiedener therapeutischer Prozesse zum Einsatz:

  • in der Psychotherapie von speziell ausgebildeten Therapeuten
  • in der Psychoanalyse; hier dient Hypnose dazu, unterbewusste Erfahrungen aus der Vergangenheit offen zu legen
  • in der Therapie unterschiedlicher Krankheiten und Symptome, z.B. psychosomatische Erkrankungen, chronische Schmerzen, Herz-Kreislauf-Beschwerden, Magen-Darm-, Haut- und Atemwegserkrankungen
  • in der Schmerztherapie, etwa bei der Geburtshilfe und in der Zahnmedizin
  • in Form von Selbsthypnose. Dabei versetzt sich der Patient selbst in Trance. Die Selbsthypnose ist also nicht durch einen Therapeuten oder Arzt gesteuert. Wenn Sie sich für Selbsthypnose interessieren und diese Methode erlernen möchten, besprechen Sie dies mit einem seriösen Experten (z.B. Mediziner oder Psychotherapeut mit entsprechender Zusatzbezeichnung). Er kann Ihnen Hilfestellung geben und Ihnen raten, ob eine Selbsthypnose bei Ihnen sinnvoll ist, etwa im Rahmen von autogenem Training.

Typische Anwendungsgebiete von Hypnose sind zum Beispiel:


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