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Hypnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (28. Februar 2014)

Grundlagen der Hypnose

Die Hypnose versetzt eine Person in eine tiefe Entspannung und schafft einen veränderten Bewusstseinszustand. Während der Hypnose ist der Betroffene weniger von seinem Verstand kontrolliert, dafür aber empfänglicher für seine Gefühle. Zudem steigt die Konzentration und das Erinnerungsvermögen: Hypnotisierte können sich an Dinge oder Situationen erinnern, die sie vergessen oder gar nicht bewusst wahrgenommen haben. Außerdem sind Menschen während einer Hypnose empfänglicher für Fremdbeeinflussung (Suggestion). Diese übt der Hypnotiseur zum Beispiel mit Worten aus, die sogenannte "verbale Suggestion".

Bei der Hypnose fällt der Hypnotisierte in einen Trancezustand, der sich deutlich vom Wach- und Schlafzustand unterscheidet. Dieser Zustand variiert in Tiefe und Ausprägung. So ist der Hypnotisierte bei einer oberflächlichen Hypnose zum Beispiel durchaus in der Lage, komplexe Handlungen vorzunehmen – diese Form der Hypnose ähnelt dem Wachzustand. Eine tiefe Hypnose hingegen kommt dem Schlafzustand näher.

Ob eine Person die Suggestion während der Hypnose annehmen kann, hängt stark von der Beziehung zwischen dem Therapeuten und dem Hypnotisierten ab: Es muss eine gewisse Grundbereitschaft bestehen, sich auf die Wirkungen der Hypnose einzulassen und es sollte eine Vertrauensbasis zwischen Hypnotiseur und Hypnotisiertem bestehen.

Hypnotherapie

Wenn Hypnose als therapeutische Anwendung zum Einsatz kommt, spricht man von Hypnotherapie (nach M.H. Erikson). Meist wird sie in Verbindung mit tiefenpsychologischen oder verhaltenstherapeutischen Methoden im Rahmen der Psychotherapie angewandt.

Die Hypnotherapie verfolgt das Ziel, durch eine vertiefte Entspannungsreaktion gezielt auf bestimmte psychosomatische Symptome einzuwirken oder unbewusste Erinnerungen hervorzurufen. Sie soll eine tiefere Einsicht in innere Vorgänge ermöglichen und den Hypnotisierten durch veränderte Informationsverarbeitung empfänglicher für therapeutische Interventionen machen.

Der hypnotische Zustand selbst soll bereits einen therapeutischen Effekt haben, da er zur allgemeinen Erholung des Nervensystems führt. Darüber hinaus ermöglicht es der Trancezustand dem Hypnotisierten, in der Vergangenheit liegende Schlüsselszenen zu reaktivieren und bevorstehende Situationen im Voraus innerlich zu durchleben und zu überwinden. Ein weiteres Ziel der Hypnose ist es, starre Denk- und Verhaltensmuster aufzuheben, um dem Hypnotisierten neue Wege der Problembewältigung und der Lösungsfindung zu eröffnen. Der Patient soll unbewusste Prozesse bewusst erleben und Symptome und Erfahrungen neu strukturieren und bewerten können.






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