Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Hydrotherapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (28. März 2014)

Historisches

Ganz gleich ob innerlich oder äußerlich, heiß oder kalt, als Dampf, Eis oder in flüssiger Form – die Behandlung mit Wasser, die Hydrotherapie, gibt es schon seit der Antike: Bereits die Griechen glaubten, dass im Wasser eine besondere Heilkraft liegt. Die Römer bauten öffentliche Bäder, die sich zu Erholungs- und Gesellschaftszentren der Städte entwickelten – quasi als Vorläufer der heutigen Kurorte. Der römische Ehrenbürger Antonius Musa ist der eigentliche Vater der Hydrotherapie: Er ist bekannt dafür, den Kaiser Augustus bereits im Jahre 23 v. Chr. mit kalten Bädern behandelt zu haben.

Im 15. Jahrhundert geriet die Hydrotherapie in Verruf. Man machte das Wasser für die Übertragung vieler Infektionskrankheiten verantwortlich. Erst im 17. Jahrhundert entdeckte man die positiven Seiten des Wassers wieder. Seebäder am Meer oder Kurorte an heißen Quellen wurden immer beliebter.

Im 19. Jahrhundert setzten vor allem Vincenz Prießnitz und Sebastian Kneipp Akzente in der (Weiter-) Entwicklung der Hydrotherapie: Vincent Prießnitz (1799-1851) behandelte seine eigenen Beschwerden mit kalten Kompressen und hatte damit Erfolg. Er gründete ein Therapiezentrum, in dem er versuchte, seine Patienten mit Schockmethoden abzuhärten. Beispielsweise schnallte er sie auf eisernen Liegen fest und ließ eisiges Wasser aus sechs Metern Höhe auf sie herabschütten.

Pfarrer Sebastian Kneipp (1821-1897) wandte weniger heftige Methoden der Hydrotherapie an. Auch er hatte Kaltwasserbehandlungen erstmals an sich selbst getestet: Um seine Tuberkulose zu behandeln, stieg er jeden Tag in die eiskalte Donau. Seine Form der Hydrotherapie ergänzte er durch den Einsatz von Heilkräutern.






Anzeige