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HPV-Test

Veröffentlicht von: Sandra von dem Hagen (16. Juni 2014)

© Jupiterimages/iStockphoto

Der HPV-Test dient bei Frauen dazu, Infektionen mit dem humanen Papillomavirus (HPV) zu erkennen. Sowohl alleine als auch in Kombination mit dem sogenannten PAP-Test verbessert der HPV-Test die Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom).

Es gibt zahlreiche HPV-Typen. Fast jeder (sowohl Frauen als auch Männer) infiziert sich im Lauf seines Lebens mit dem einen oder anderen HPV-Typ – vorwiegend beim Geschlechtsverkehr. Die meisten HPV-Infektionen verlaufen komplikationslos und klingen (oft unbemerkt) von selbst wieder ab. Einige HPV-Typen jedoch erhöhen das Risiko für bestimmte Krebsarten, beispielsweise Gebärmutterhalskrebs. Diese Typen nennt man auch "Hochrisiko"-Typen.

Mithilfe eines HPV-Tests kann der Arzt feststellen, ob eine Infektion mit HPV vorliegt. Der Test spürt in einem Schleimhautabstrich oder einer Gewebeprobe das Erbmaterial der humanen Papillomaviren auf – sagt jedoch nichts darüber aus, um welchen HPV-Typ es sich handelt.

Ein HPV-Test ist keine Krebsdiagnose! Er stellt lediglich fest, ob eine Infektion mit HPV stattgefunden hat. Der Test gibt keine Information über mögliche Gewebeveränderungen oder darüber, ob es sich um eine Infektion mit einem Hochrisiko-Typ handelt.

Ergebnisse HPV-Test

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Die Ergebnisse des HPV-Tests zeigen, ob weitere Untersuchungen nötig sind oder nicht. Ist das Ergebnis des HPV-Tests negativ, heißt das, es konnte keine Infektion mit HPV festgestellt werden. Das Risiko einer Erkrankung der Gebärmutter ist demnach gering.

Dabei kann der Arzt eine bessere Aussage über das weitere Vorgehen treffen, wenn die Ergebnisse von HPV-Test und PAP-Test gemeinsam ausgewertet werden.

Gemeinsame Auswertung von HPV- und PAP-Test

HPVPAPWie geht es weiter?
--Kein erhöhtes Risiko für eine Gebärmuttererkrankung, nächste Untersuchung erst in normalem Intervall von 2-5 Jahren nötig.
-+Erneute Untersuchung nach 6-12 Monaten (je nach genauem PAP-Ergebnis).
+-Erneute Untersuchung nach 3-12 Monaten (je nach HPV-Ergebnis: bspw. früher, wenn Infektionen mit mehreren HPV-Typen festgestellt wurden). Die HPV-Infektion kann in dieser Zeit von selbst abklingen – dann sind keine weiteren Untersuchungen nötig.
++Weitere Untersuchungen (z.B. Scheidenspiegelung) nötig, da erhöhtes Risiko einer Gebärmuttererkrankung bzw. bereits vorliegende Erkrankung – direktes Besprechen des weiteren Vorgehens.

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