HPV-Test: Warum PAP-Test und HPV-Test?

Veröffentlicht von: Sandra von dem Hagen (16. Juni 2014)

Wofür braucht es überhaupt zwei Tests? Wie unterscheiden sich PAP- und HPV-Test?

Kurz und bündig: Der PAP-Test sucht nach veränderten Zellen. Der HPV-Test sucht nach HP-Viren. Die Kombination von HPV- und PAP-Test ermöglicht es, um die 95 Prozent aller fortgeschrittenen Gebärmuttererkrankungen zu erkennen. Um welche Erkrankung es sich genau handelt, wird dann in weiteren Untersuchungen ermittelt.

Daher ist es im Rahmen der Krebsvorsorge sinnvoll, beide Tests gemeinsam durchzuführen und auszuwerten. Allerdings gilt das erst für Frauen ab dem 30. Lebensjahr. Frauen unter 30 Jahren infizieren sich deutlich häufiger mit HPV als Frauen über 30 – jedoch handelt es sich hier meistens um unbedenkliche HPV-Typen und selbstständig abklingende Infektionen. Hier würde daher in vielen Fällen der HPV-Test positiv ausfallen, jedoch ohne dass tatsächlich ein erhöhtes Krebsrisiko besteht. Das wiederum verunsichert die Frauen, ohne zu nutzen.

Ab 30 Jahren infizieren sich weniger Frauen mit HPV, im Falle einer Infektion handelt es sich aber häufiger um Hochrisiko-Typen. Daher ist der HPV-Test für Frauen ab 30 aussagekräftiger und wird darum ab diesem Alter – am besten in Kombination mit dem PAP-Test – empfohlen.

Wer zahlt den HPV-Test?

Die Krankenkassen übernehmen gewöhnlich die Kosten, wenn der HPV-Test angewendet wird, um bei bestehenden Gewebeveränderungen oder anderen Auffälligkeiten im Bereich des Gebärmutterhalses weitere Klarheit zu schaffen. Dient er lediglich der Vorsorge, muss der Test – anders als der PAP-Test – bisher aus eigener Tasche gezahlt werden (ca. 40-80 Euro).