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Homöopathie: Rechtliches

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (19. Januar 2015)

Die Homöopathie zählt nach dem deutschen Arzneimittelrecht zu den "besonderen Therapierichtungen". Entsprechend gelten für homöopathische Mittel teils andere Regelungen als für schulmedizinische Medikamente.

Dabei sind auch die in der Homöopathie eingesetzte Medikamente grundsätzlich dem Arzneimittelgesetz unterworfen. Das heißt: 

  • Die Medikamente sind analytisch zu prüfen,
  • schädliche Wirkungen sind auszuschließen und
  • die Herstellung nach einem vorgeschriebenen pharmazeutischen Verfahren (in diesem Fall das hahnemannsche Verfahren) muss gesichert sein.

Mit einigen wenigen Ausnahmen nehmen homöopathische Arzneimittel jedoch eine Sonderstellung ein, weil bei ihnen keine Zulassung erfolgt, sondern nur eine Registrierung. Dabei ist es nicht gestattet, die Heilanzeigen (Indikationen) vorher festzulegen und in der Packungsbeilage anzugeben, da es in der Homöopathie üblich ist, dass der Arzt oder Heilpraktiker sie individuell bestimmt.

Außerdem ist es nicht notwendig, die in der Homöopathie eingesetzten Mittel wie schulmedizinische Medikamente auf Wirksamkeit zu überprüfen, weil laut homöopathischem Prinzip eine einzelne Substanz bei verschiedenen Menschen unterschiedlich wirken kann. Als Erkenntnismaterial gilt in diesem Fall die wissenschaftlich aufbereitete Erfahrung – also all das, was Hahnemann und seine Nachfolger in umfangreichen Versuchsreihen erprobt und festgehalten haben.


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