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Gynäkologische Krebsfrüherkennung

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (19. August 2014)

© Jupiterimages/iStockphoto

Die gynäkologische Krebsfrüherkennung dient dazu, Krebserkrankungen der weiblichen Geschlechtsorgane in einem frühen Stadium zu entdecken und dadurch die Heilungsaussichten zu verbessern.

Bei gynäkologischen Krebserkrankungen, also Tumoren der weiblichen Geschlechtsorgane, gilt:

Je früher die Diagnose und Behandlung, desto besser ist die Prognose.

Daher hat in Deutschland jede Frau ab 20 Jahren einmal im Jahr Anspruch auf eine gynäkologische Krebsfrüherkennung. Insbesondere Gebärmutterhalskrebs und Brustkrebs kann der Arzt mithilfe der sogenannten Krebsvorsorge-Untersuchungen frühzeitig entdecken.

Die Untersuchungen sind in der Regel schmerzlos und wenig aufwendig. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die anfallenden Kosten für die gynäkologische Krebsfrüherkennung.

Wer sollte zur Früherkennung gehen?

Alle Frauen ab einem Alter von 20 Jahren sollten die gynäkologische Krebsfrüherkennung wahrnehmen. In diesem Alter dient die Untersuchung insbesondere dazu, Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs zu erkennen. Um Krebsvorsorge im eigentlichen Sinn handelt es sich, wenn der Arzt Krebsvorstufen feststellt und entfernt, bevor sich daraus ein bösartiger Tumor entwickelt.

Mit der Krebsfrüherkennung und der Krebsvorsorge lassen sich Krebserkrankungen jedoch nicht vorbeugen. Denn dazu, dass bösartige Tumoren entstehen, tragen noch viele andere, zum Teil noch immer unbekannte Faktoren bei. Dennoch ist die Früherkennung wichtig, um das eigene Krebsrisiko zu senken: Mit ihrer Hilfe können Ärzte Krebs oder Krebsvorstufen bereits in einem frühen Stadium zu entdecken, in dem sie noch gut behandelbar sind.

Ab dem 30. Lebensjahr untersucht der Frauenarzt während der jährlichen Früherkennungs-Untersuchung zusätzlich die Brust auf Knoten oder andere Auffälligkeiten, die auf Brustkrebs hindeuten könnten. Da diese jährliche Untersuchung für die Brustkrebs-Vorsorge jedoch nicht ausreicht, ist es wichtig, dass Sie Ihre Brust in regelmäßigen Abständen – etwa einmal im Monat – selbst untersuchen. Ihr Gynäkologe kann Ihnen zeigen, wie Sie dies am besten machen. Auch hier auf Onmeda finde Sie eine Anleitung für die Selbstuntersuchung der Brust.

Ab dem Alter von 50 Jahren bis zum Ende des 70. Lebensjahres können Frauen alle zwei Jahre eine routinemäßige Mammographie (Röntgenuntersuchung der Brust) im Rahmen der gynäkologischen Krebsfrüherkennung wahrnehmen.

Wer bezahlt die Früherkennung?

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die anfallenden Kosten

  • für Frauen ab 20 Jahren einmal im Jahr für eine gynäkologische Krebsfrüherkennung,
  • für Frauen ab dem 30. Lebensjahr zusätzlich für eine jährliche Brustuntersuchung sowie
  • für Frauen vom 50. und einschließlich 70. Lebensjahr für das Mammographie-Screening, das alle zwei Jahre durchgeführt wird

Falls bei Ihnen Beschwerden auftreten oder die Ärzte bei Ihnen Auffälligkeiten feststellen, die auf einen Krebs oder Krebsvorstufen hindeuten könnten, tragen die Krankenkassen auch die Kosten für weitere Untersuchungen und gegebenenfalls notwendige Behandlungen.


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