Gynäkologische Krebsfrüherkennung: Anamnese

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (19. August 2014)

Die gynäkologische Krebsfrüherkennung besteht aus mehreren Einzeluntersuchungen. An erster Stelle steht ein ausführliches Patientengespräch, die sogenannte Anamnese. Dabei stellt Ihnen Ihr Frauenarzt einige Fragen, die für die Krebsfrüherkennung wichtig sind. Dazu gehören unter anderem:

Untersuchung

Tastuntersuchung der Brust

Zur gynäkologischen Krebsfrüherkennung gehört für Frauen ab 30 Jahren auch die Tastuntersuchung der Brust. Wie bei der Selbstuntersuchung tastet der Arzt das Drüsengewebe der Brust vorsichtig ab, um eventuelle Verhärtungen und andere knotige Veränderungen im Gewebe aufzuspüren. Die Tastuntersuchung der Brust dient also der Brustkrebs-Früherkennung. Außerdem untersucht er die Achselhöhlen, um festzustellen, ob Lymphknoten vergrößert sind.

Untersuchungen auf dem gynäkologischen Stuhl

Um gynäkologische Krebserkrankungen möglichst früh zu erkennen, untersucht der Arzt auch die äußeren und inneren Geschlechtsorgane einer Frau. Dazu nehmen Sie auf dem gynäkologischen Untersuchungsstuhl Platz. Auf diese Weise kann der Arzt sowohl den sichtbaren Bereich der Vagina – also die großen und kleinen Schamlippen – als auch den Scheideneingang, die Scheide selbst und den Muttermund nach verdächtigen Veränderungen absuchen.

Kolposkopie

Ein weiterer Bestandteil der gynäkologischen Krebsfrüherkennung ist eine Scheidenspiegelung, die sogenannte Kolposkopie. Das Kolposkop ist eine Art Lupe, die es dem Arzt ermöglicht, sich den Muttermund und die Scheidenwände in 10- bis 40-facher Vergrößerung anzuschauen. Mit dieser Untersuchung kann er auch kleinste Veränderungen auf der Schleimhaut erkennen, die mit dem bloßen Auge nicht zu sehen sind.

Abstrich

Schließlich nimmt der Arzt in einem letzten Schritt der gynäkologischen Krebsfrüherkennung noch Abstriche von Schleimhautzellen des äußeren Muttermunds und des Gebärmutterhalses (Zervix). Dies ist in aller Regel schmerzlos. Die Abstriche werden anschließend im Labor auf Zellveränderungen und Krebs beziehungsweise Krebsvorstufen untersucht: Diese Zelluntersuchung, auch Pap-Test genannt, hat das Ziel, Gebärmutterhalskrebs und dessen Vorstufen so früh wie möglich zu entdecken.