Fruchtwasserunter­suchung (Amniozentese): Risiken

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (14. April 2015)

Eine Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese) kann mit verschiedenen Risiken verbunden sein. Diese können sowohl die Mutter als auch das Kind betreffen. Allgemein empfinden die meisten Frauen die Entnahme von Fruchtwasser zur Fruchtwasseruntersuchung als unangenehm, aber nicht schmerzhaft – ähnlich einer Blutabnahme oder einer Spritze. Wenige Stunden nach dem Eingriff kann ein vorübergehendes Druckgefühl oder ein Gefühl der Verkrampfung vorhanden sein.

Um bei einer Fruchtwasseruntersuchung die Risiken möglichst gering zu halten, ist es für die Frau ratsam, sich nach der Untersuchung zu schonen – das bedeutet: Treten Sie im Anschluss an die Amniozentese zwei bis drei Tage lang kürzer!

Zu den bei einer Fruchtwasseruntersuchung möglichen Risiken gehören beispielsweise vaginale Blutungen, Infektionen oder ein vorübergehender Fruchtwasserabgang. Nach der Fruchtwasserpunktion kann es auch zu einem vorzeitigen Blasensprung oder zu einer Fehlgeburt kommen. Außerdem besteht bei einer Fruchtwasseruntersuchung das Risiko, den Fötus mit der Punktionsnadel zu schädigen. Das von einer Amniozentese ausgehende Risiko ist aber umso geringer, je erfahrener der Arzt ist, der die Punktion durchführt.

Wie hoch bei einer Fruchtwasseruntersuchung die Wahrscheinlichkeit für Risiken und Komplikationen ist, hängt auch davon ab, zu welchem Zeitpunkt während der Schwangerschaft die Fruchtwasserentnahme stattfindet: Das Risiko einer Fehlgeburt nach der Fruchtwasseruntersuchung in der 16. Schwangerschaftswoche beträgt etwa 0,4 bis 1 Prozent. Erfolgt der Eingriff vor der 16. Woche, ist das Risiko höher, da erst wenig Fruchtwasser vorhanden ist. Allerdings ist bei über 35-jährigen Schwangeren die Wahrscheinlichkeit, ein Kind mit einer Chromosomenschädigung zu bekommen, größer als die Wahrscheinlichkeit einer Schädigung durch die Amniozentese.