Exzision

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (28. Oktober 2013)

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Der medizinische Begriff Exzision leitet sich vom lateinischen Wort "excisio" ab, und bedeutet soviel wie "Herausschnitt". Das entfernte Gewebestück nennen Mediziner Exzisat.

Die Exzision umfasst das Herausschneiden von kleineren Schleimhautstückchen bis hin zur Entfernung von großen Tumoren.

Bei der sogenannten Wundexzision frischt der Arzt eine Wunde auf, indem er die Ränder mit einem scharfen Skalpell keilförmig ausschneidet. So entfernt er beschädigte Haut und reduziert die Gefahr, dass sich die Wunde durch Bakterien infiziert oder verschmutzt. Weiterhin trägt das frisch angeschnittene und gut durchblutete Gewebe zu einer schnelleren Wundheilung bei. In manchen Fällen schließt der Arzt die Wunde nach einer Exzision. Dabei vernäht er die Hautränder mit einem speziell dafür geeigneten Faden.

Die Exzision unterscheidet sich von der Inzision, bei welcher der Chirurg Gewebe nur durchtrennt oder Körperhöhlen oder durch Entzündungsvorgänge entstandene Hohlräume – zum Beispiel einen Abszess – eröffnet.

Führt ein Arzt eine Exzision durch, so achtet er darauf, dass er bei jedem Schnitt Blutgefäße und Nerven schont. So vermeidet er Komplikationen wie starke Blutungen oder Gefühlsstörungen. Außerdem spielt hygienisches Arbeiten eine große Rolle bei einer Exzision, um Wundinfektionen vorzubeugen.

Das Herausschneiden von krankhaft verändertem Gewebe ist in der Regel eine therapeutische Maßnahme. Eine Exzision kann aber auch diagnostischen Zwecken dienen: Man spricht dann von einer Probeexzision oder Biopsie. Hierbei schneidet der Arzt zum Beispiel während einer Magenspiegelung (Gastroskopie) kleine Gewebestücke aus der Magenschleimhaut heraus. Die Schleimhautproben lässt er mikroskopisch untersuchen und kann anhand des Ergebnisses die richtige Diagnose stellen beziehungsweise bestimmte Erkrankungen wie ein Magenkarzinom ausschließen.