Enzyme: Troponin T und Kreatin-Kinase MB (CK-MB)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (12. Februar 2014)

Verschiedene Erkrankungen des Herzens, etwa ein Herzinfarkt oder eine Herzmuskelentzündung (Myokarditis), schädigen unter anderem die Herzmuskelzellen. Da die sogenannten Herzenzyme Kreatin-Kinase MB und Troponin T speziell in den Herzmuskelzellen vorkommen, eigenen sie sich gut, um eine Schädigung der Herzmuskelzellen nachzuweisen. Bei Herzerkrankungen, welche die Herzmuskelzellen angreifen, kann der Arzt mit einer Blutprobe erhöhte Blutwerte feststellen. Neben den Enzymen Troponin T und CK-MB gibt es noch "unspezifische" Herzenzyme, das heißt sie sind auch bei einer Reihe von anderen Erkrankungen erhöht und erlauben somit keinen eindeutigen Nachweis einer Herzmuskelschädigung.

Wurde der Herzmuskel geschädigt, steigen die Herzenzyme im Blut erst mit einer Verzögerung von mehreren Stunden an. Der genaue Zeitpunkt des Anstiegs ist je nach Herzenzym unterschiedlich. Der Troponin-T-Wert erhöht sich nach drei Stunden, CK-MB etwa vier bis acht Stunden nachdem beispielsweise ein Herzinfarkt den Herzmuskel geschädigt hat.

Der Arzt beurteilt Troponin T und die Kreatin-Kinase MB immer im Verhältnis zur Gesamt-Kreatin-Kinase, also der Gesamtmenge dieser Gruppe von Enzymen. Ein Anteil von mehr als fünf Prozent CK-MB an der gesamten Kreatin-Kinase spricht für eine Herzmuskelschädigung.

Erhöhtes Troponin T kommt vor bei:

Verminderte Troponin T-Werte deuten normalerweise nicht auf eine Krankheit hin.

Stark erhöhte CK-MB-Werte können vorkommen bei:

  • starken Verletzungen
  • Muskelnekrosen (ein Teil der Muskulatur stirbt ab)
  • Muskelentzündungen (Myositis)
  • Krampfanfällen

Ursachen erhöhter CK-MB-Werte können sein:

Niedrige CK-MB-Werte deuten in der Regel nicht auf eine Erkrankung hin.