Enzyme: GOT (AS(A)T) und GPT (ALT)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (12. Februar 2014)

Die GOT und GPT zählen zu den sogenannten Leberwerten. GOT steht für Glutamat-Oxalacetat-Transaminase und wird auch als AS(A)T (Aspartat-Amino-Transferase) bezeichnet. GPT steht für Glutamat-Pyruvat-Transaminase. Mediziner nennen die GPT auch ALT (Alanin-Amino-Transferase). Der Arzt bestimmt diese beiden Enzyme meist zusammen bei einer Blutuntersuchung. Sind die Werte dieser Enzyme im Blut verändert, ist dies ein Hinweis auf eine Schädigung der Leber. Beide Enzyme kommen zwar in allen Zellen des Körpers vor, ihre Konzentration ist in der Leber jedoch ungleich höher als in anderen Organen.

Zur Diagnostik von bestimmten Erkrankungen kann es wertvoll sein, die vorhandene Menge der beiden Enzyme in Beziehung zueinander zu setzen. So sind zum Beispiel bei besonders schweren Leberschäden die Werte der GOT stärker erhöht als die der GPT, während bei der sogenannten inaktiven chronischen Leberentzündung das Verhältnis genau andersherum ist. Da auch Herz und Muskulatur die GOT in relativ hohem Maße produzieren, können diese Laborwerte auch erhöht sein, wenn diese Organe beeinträchtigt sind. Geringfügig erhöhte Enzymwerte kommen sehr häufig vor und werden meist durch Alkoholkonsum oder Medikamente verursacht.

GOT und GPT sind zum Beispiel erhöht bei:

Sind GOT und GPT niedriger als normal, so deutet dies in der Regel nicht auf eine Krankheit hin.