Enzyme: Alkalische Phosphatase (AP)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (12. Februar 2014)

Die alkalische Phosphatase kommt in höheren Konzentrationen in Knochen, in der Leber, in den Gallengängen und während der Schwangerschaft in der Plazenta (Mutterkuchen) vor. Bei krankhaften Veränderungen dieser Organe kann die Konzentration der alkalischen Phosphatase im Blut erhöht sein. Meist bestimmt der Arzt die alkalische Phosphatase zusammen mit Kalzium und Phosphat, um die Ursache von Knochenerkrankungen aufzudecken.

Spezielle Knochenzellen, die Osteoblasten, produzieren die alkalische Phosphatase. Osteoblasten sind Zellen, die den Knochen aufbauen. Sie sind die "Gegenspieler" der Osteoklasten, welche den Knochen abbauen. An vielen krankhaften Umbauprozessen des Knochens sind sowohl Osteoblasten als auch Osteoklasten beteiligt, was zu einer Erhöhung der alkalischen Phosphatase im Blut führt. Die Konzentration der alkalischen Phosphatase im Blutkreislauf steigt auch bei Lebererkrankungen.

Die Blut-Konzentration der alkalischen Phosphatase ist unter anderem erhöht bei:

Die alkalische Phosphatase im Blut ist zum Beispiel vermindert bei einer angeborenen Störung des Phosphat-Stoffwechsels, der sogenannten angeborenen Hypophosphatasie.