Entzündungswerte (Entzündungszeichen) im Blut: Blutsenkungsgeschwindigkeit

Veröffentlicht von: Astrid Clasen (16. Oktober 2013)

Einer der Entzündungswerte (Entzündungszeichen) im Blut, der zum Grundprogramm vieler Blutuntersuchungen gehört, ist die Blutsenkungsgeschwindigkeit beziehungsweise Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit (BSG). Um diesen Entzündungsparameter zu bestimmen, gibt man einer Blutprobe einen gerinnungshemmenden Stoff zu, zieht das Blut anschließend in einem Röhrchen auf und stellt dieses senkrecht auf. Die festen Bestandteile des Bluts, also die Blutkörperchen, sinken dann langsam – durch die Schwerkraft angezogen – auf den Boden des Röhrchens. Nach einer Stunde liest man ab, wie weit die Blutkörperchen abgesunken sind.

Die Geschwindigkeit der Blutsenkung hängt dabei vor allem von der Oberfläche der Blutkörperchen ab. Bei Entzündungen befinden sich im Blut vermehrt Eiweiße, welche die Blutkörperchen aneinanderhaften lassen und somit deren Oberfläche vergrößern: Dadurch ist die Blutsenkungsgeschwindigkeit erhöht. Doch dieses Entzündungszeichen allein gilt noch nicht als sicherer Nachweis für eine Entzündung: Auch andere Faktoren wie Blutarmut (Anämie) können die Blutsenkung beeinflussen und zur Überschreitung der BSG-Normalwerte führen.

Grundsätzlich gilt: Eine erhöhte Blutsenkungsgeschwindigkeit weist auf eine Entzündung hin. Allerdings können diese Entzündungswerte im Blut auch bei gesunden Menschen oder durch andere, nicht-entzündliche Erkrankungen erhöht sein:


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