Endoskopie (Spiegelung): Chirurgie, Gynäkologie & Co.

Veröffentlicht von: Astrid Clasen (13. November 2013)

Chirurgie

Die Endoskopie (Spiegelung) trägt nicht nur in der inneren Medizin zur Diagnostik bei, sondern spielt auch in der Chirurgie eine wichtige Rolle: In diesem medizinischen Fachbereich untersucht man beispielsweise die Bauchhöhle endoskopisch. Zu dieser sogenannten Laparoskopie führt der Arzt das Endoskop durch die Bauchdecke ein. Meist sind mindestens zwei Instrumente notwendig, da der Arzt die Bauchhöhle mit Luft aufblasen muss, um sich einen besseren Überblick zu verschaffen. In diesem Fall erfolgt die endoskopische Untersuchung unter Vollnarkose.

Gynäkologie

Ein weiteres diagnostisches Einsatzgebiet der Endoskopie (Spiegelung) ist die Frauenheilkunde oder Gynäkologie: So kann der Frauenarzt die Gebärmutter, die Eileiter, die Milchgänge der Brust und auch während einer Schwangerschaft das ungeborene Kind endoskopisch betrachten. Die Spiegelung der Gebärmutter beispielsweise bezeichnet man als Hysteroskopie. Hier finden im Allgemeinen starre Endoskope Verwendung. Auf eine Narkose kann man bei dieser endoskopischen Diagnostik meist verzichten.

Urologie

Die Endoskopie (Spiegelung) kann auch in der Urologie zur Diagnostik beitragen: Urologen können sowohl beim Mann als auch bei der Frau die Harnröhre endoskopisch untersuchen (sog. Urethroskopie) sowie eine Endoskopie der Harnblase (sog. Zystoskopie) durchführen.

Orthopädie

Die Endoskopie (Spiegelung) als Mittel zur Diagnostik ist auch in der Orthopädie weit verbreitet: Die meisten Gelenke sind endoskopisch zugänglich – diese endoskopische Untersuchung bezeichnet man als Arthroskopie. Am häufigsten ist bei einer solchen Gelenk-Endoskopie das Knie das Ziel der Untersuchung.

Hals-Nasen-Ohrenheilkunde (HNO)

Ein weiterer Einsatzbereich der Endoskopie (Spiegelung) zur Diagnostik ist die Hals-Nasen-Ohrenheilkunde (HNO): Besonders bei Verdacht auf einen bösartigen Tumor ermöglicht hier meist erst die endoskopische Untersuchung von Mundhöhle, Rachen, Nasenhöhle und Nasennebenhöhlen – also die Panendoskopie – die endgültige Diagnose.