Elektrolyte: Chlorid (Cl-)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (12. September 2014)

Das Elektrolyt-Ion Chlorid (Cl-) ist ein negativ geladenes Teilchen (sog. Anion), das zusammen mit Natrium (Na+) Natriumchlorid beziehungsweise Kochsalz bildet.

Der Mensch nimmt chloridhaltige Elektrolyte zum großen Teil über die Nahrung auf und scheidet sie hauptsächlich über die Nieren aus. Die Kontrolle der Chlorid-Konzentration im Blut erfolgt zusammen mit der Bestimmung der Natriumwerte. Wenn die Regulation des Kochsalzgehalts im Körper gestört ist, sind oft die Werte beider Mineralstoffe verändert.

Eine besondere Bedeutung kommt der Elektrolyt-Bestimmung bei einem gestörten Säure-Base-Haushalt des Bluts zu: Verschiedene Erkrankungen – zum Beispiel lang anhaltendes Erbrechen – können dazu führen, dass das Blut zu sauer oder zu alkalisch ist. Die Bestimmung der Konzentration von Chlorid hilft dabei, die Ursache für solche Störungen aufzuspüren.

Mögliche Ursachen für erhöhte Chloridwerte sind:

  • Störungen im Natriumhaushalt
  • Säure-Base-Störungen
  • erhöhte Chloridzufuhr

Mögliche Ursachen für niedrige Chloridwerte sind:

  • Magensaftverlust durch Erbrechen
  • Medikamente (bestimmte Diuretika, die gezielt eine erhöhte Ausscheidung von Chlorid bewirken)
  • Säure-Base-Störungen