Elektrolyte: Calcium (Ca2+)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (12. September 2014)

Eines der wichtigsten Elektrolyt-Ionen im menschlichen Körper ist Calcium (Ca2+), welches in Form von Hydroxyapatit Hauptbestandteil der Knochen und Zähne ist.

Kein anderer Mineralstoff liegt im menschlichen Körper in größerer Menge vor als Calcium.

Insgesamt befinden sich im menschlichen Körper etwa 1.000 Gramm gebundenes Calcium. Nur ein Bruchteil (weniger als 1%) des Calciums zirkuliert als positiv geladenes Elektrolyt-Ion (Kation) im Blutkreislauf und übernimmt hier zahlreiche Funktionen.

Der Mensch nimmt calciumhaltige Elektrolyte – ebenso wie Natrium, Chlorid und Kalium – über die Nahrung auf und scheidet das Calcium hauptsächlich über die Nieren aus. Allerdings kann der Körper überschüssiges Calcium auch in den Knochen einbauen, der eine Art Calciumbedarfsspeicher darstellt. An der Aufrechterhaltung der Calciumkonzentration im Blut sind mehrere Hormone beteiligt: Sie regulieren sowohl die Aufnahme als auch die Einlagerung oder die Auslösung von Calcium aus dem Knochen sowie dessen Ausscheidung über die Nieren.

Neben seiner Funktion für den Knochenaufbau spielt Calcium eine Rolle bei der Muskelkontraktion, der Blutgerinnung, der Ausschüttung von Hormonen und der Aktivitätssteuerung von Enzymen (= Verbindungen, die den Stoffwechsel regulieren). Außerdem beeinflusst dieses Elektrolyt-Ion die Durchlässigkeit der Zellmembranen. Ein Mangel an Calcium begünstigt unter anderem Krämpfe, während ein stark erhöhter Calciumspiegel schwerwiegende Symptome wie Herzrhythmusstörungen oder Störungen der Hirnaktivität hervorrufen kann.

Calcium ist eines der Elektrolyt-Ionen, die vor allem außerhalb der Zellen vorliegen. Hier ist Calcium an Eiweiße (Albumin) im Blut gebunden. Daher kann ein Eiweißmangel eine Störung des Calciumspiegels verursachen.

Insgesamt ist Calciummangel häufiger als ein Calciumüberschuss.

Mögliche Ursachen für einen erhöhten Calciumspiegel (Hyperkalzämie) sind:

Mögliche Ursachen für einen niedrigen Calciumspiegel (Hypokalzämie) sind: