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EKG (Elektrokardio­graphie, Elektrokardio­gramm)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (26. März 2013)

© Jupiterimages/iStockphoto

Die EKG-Untersuchung spielt in der inneren Medizin eine wichtige Rolle. Dabei steht der Begriff EKG als Abkürzung sowohl für die Elektrokardiographie als auch das Elektrokardiogramm. Die Elektrokardiographie ermöglicht es, den elektrischen Erregungsablauf am Herzen darzustellen. Solche elektrischen Vorgänge sind wichtig für die Herzfunktion. Das mit der Elektrokardiographie aufgezeichnete Bild heißt Elektrokardiogramm.

Ein Elektrokardiogramm lässt sich von der Hautoberfläche über Elektroden ableiten und stellt die elektrischen Vorgänge im Herzen auf einem Monitor oder auf einem Papierstreifen ausgedruckt als "Kurve" dar. Der Arzt kann dem EKG wichtige Informationen darüber entnehmen, wie sich die Erregung im Herzmuskel ausbreitet.

Das Elektrokardiogramm hilft dem Arzt bei einer Reihe von Fragen weiter. Mithilfe eines EKG kann er auf die Herzfunktion und damit auf die Herzgesundheit schließen. Es stellt eine äußerst wichtige Untersuchungsmethode dar. Zudem hat das Verfahren weitere Vorzüge: Der Arzt erhält ein EKG ohne großen Aufwand, für den Untersuchten ist es völlig schmerzfrei und in der Regel dauert die Aufzeichnung nur wenige Minuten (Ruhe-EKG).

Es gibt drei verschiedene EKG-Arten:

Warum sich ein EKG überhaupt ableiten lässt, erklärt sich zusammengefasst so: Voraussetzung dafür, dass das Herz fortlaufend Blut in die Gefäße pumpt, ist, dass sich die Herzmuskelzellen koordiniert zusammenziehen. Dafür müssen sie elektrisch erregt werden. Nur so können sich die Herzkammern und Vorhöfe im jeweils richtigen Moment zusammenziehen. Diese Funktion steuert ein spezielles Zellsystem, die sogenannten "Schrittmacher". Schrittmacherzellen senden elektrische Erregungen aus beziehungsweise leiten sie an die jeweiligen Herzmuskelzellen weiter.

Dem Sinusknoten kommt als Schrittmacher eine besondere Rolle zu: Er liegt im Bereich des rechten Herzvorhofs und stellt den Ursprung der Erregungen dar. Er treibt das Herz gewissermaßen rhythmisch an und gibt die Häufigkeit des Herzschlags vor. Vom Sinusknoten aus pflanzt sich der Reiz über das Erregungsleitungssystem fort und erregt fein abgestimmt vorerst die Muskelzellen der Herzvorhöfe, dann die der Kammern, welche das Blut in die Lungen- und Körperschlagader (Aorta) auswerfen.

Am Ende eines jeden Zyklus bildet sich die Erregung zurück. Während all dieser Phasen ändern die Muskelzellen ihre elektrische Ladung – die Elektroden des EKG-Geräts greifen diese Schwankungen auf der Haut ab; letztlich werden sie im Elektrokardiogramm als Kurve sichtbar.

Das Elektrokardiogramm kann Hinweise auf verschiedene Erkrankungen geben, zum Beispiel:


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