EKG (Elektrokardio­graphie, Elektrokardio­gramm): Extremitätenableitungen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (26. März 2013)

Bei den Extremitätenableitungen unterscheidet man zwischen den drei EKG-Ableitungen nach Einthoven und den dreien nach Goldberger.

Die drei Ableitungen nach Einthoven geben die Potenzialdifferenzen zwischen dem rechten und linken Arm (I. Ableitung), zwischen rechtem Arm und linkem Bein (II. Ableitung) und zwischen linkem Bein und linkem Arm (III. Ableitung) an.

Bei den EKG-Ableitungen nach Goldberger legt das medizinische Personal jeweils den rechten oder linken Arm und das linke Bein oder beide Arme zur EKG-Ableitung auf ein gleiches Potenzial – das EKG-Gerät misst dann die Spannung gegenüber dem anderen Arm beziehungsweise dem linken Bein: linker Arm und linkes Bein gegen rechten Arm (aVR), rechter Arm und linkes Bein gegen linken Arm (aVL) sowie beide Arme gegen das linke Bein (aVF). Die Abkürzungen stehen für a = augmented (verstärkt), V = Voltage und R für rechts, L für links und F für Fuß.

Die drei Ableitungen nach Einthoven (links) und nach Goldberger (rechts).

Extremitätenableitungen: Mediziner unterscheiden zwischen den drei EKG-Ableitungen nach Einthoven (links im Bild) und den drei Ableitungen nach Goldberger (rechts).