EKG (Elektrokardio­graphie, Elektrokardio­gramm): EKG-Ableitungen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (26. März 2013)

Für die sogenannten EKG-Ableitungen bringt das medizinische Personal in der Regel bei einer EKG-Messung zehn Elektroden am Körper des Patienten an: sechs auf der Brustwand und jeweils zwei an Beinen und Armen. Es lassen sich daher eine ganze Reihe genormter Spannungen ableiten – meist erfasst das EKG-Gerät bei einer EKG-Untersuchung zwölf Ableitungen gleichzeitig.

Eine elektrische Spannung besteht stets zwischen zwei Punkten, die jeweils ein bestimmtes elektrisches Potenzial aufweisen. Unterscheiden sich die Potenziale, kann elektrischer Strom fließen. Die elektrische Spannung entspricht dem Unterschied der Potenziale zwischen diesen Punkten (sog. Potenzialdifferenz).

Brustwandableitungen nach Wilson

Brustwandableitungen nach Wilson. © LifeART image/2001/ Lippncott Williams & Wilkins all rights rese

Die sechs Brustwandableitungen nach Wilson

Die Brustwandableitung nach Wilson ist eine häufige Methode der EKG-Ableitung. Die standardisierte EKG-Brustwandableitung erfolgt mithilfe von sechs Brustwandelektroden, welche kleine Saugnäpfe aufweisen.

Das medizinische Personal befestigt die Elektroden bei der Brustwandableitung nach Wilson an bestimmten Stellen auf der Brust (siehe Abbildung). Die Elektroden werden mit V1 bis V6 durchnummeriert.