EKG (Elektrokardio­graphie, Elektrokardio­gramm): Durchführung

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (26. März 2013)

Bei einer EKG (Elektrokardiographie) benötigt man zur Durchführung ein sogenanntes EKG-Gerät. Das EKG oder Elektrokardiogramm kann jede Arztpraxis oder Klinik aufzeichnen, die über ein solches Elektrokardiographie-Gerät verfügt. Der zu Untersuchende sitzt oder liegt, während ihm insgesamt zehn Elektroden am Körper befestigt werden, jeweils eine an jedem Arm und Bein (sog. Extremitätenableitungen) sowie sechs weitere im Bereich der linken Brust (Brustwandableitungen). Um den Kontakt zwischen Elektroden und Haut zu verbessern, trägt der Untersucher für die EKG-Durchführung ein Gel auf die Elektroden auf.

Die elektrischen Spannungen am Herzen ändern sich zwar nur minimal, lassen sich aber bei einem EKG – entsprechend verstärkt – von der Körperoberfläche abgreifen und auf einem Monitor oder mithilfe eines Schreibers auf genormtem Papier darstellen.

Zu jedem Zeitpunkt eines Herzschlags hat die Spannung eine bestimmte Ausrichtung und Stärke. Das Gerät bildet den Herzschlag graphisch ab – es wertet die Daten der Elektroden auf der Haut aus. Der Arzt erkennt dann, wie sich die jeweils gemessenen Spannungen im Verlauf jedes Herzschlags verändern. So wird die Erregungsausbreitung im Herzen als eine EKG-Kurve sichtbar.

Besondere Formen des EKGs sind das Langzeit-EKG sowie das Belastungs-EKG (Ergometrie). Beide setzt der Arzt für spezielle Fragestellungen ein, die sich nicht mit dem Ruhe-EKG beantworten lassen. Das Langzeit-EKG zeichnet in der Regel über einen Zeitraum von 24 Stunden die Brustwandableitungen mittels eines kleinen, batteriebetriebenen Aufnahmegeräts auf. Dieses Gerät kann man während eines normalen Tagesablaufs problemlos am Körper mitführen. Während der EKG-Untersuchung protokolliert man etwaige Besonderheiten, wie schwere körperliche Aktivitäten und das Auftreten von Beschwerden, damit eine gezielte Auswertung möglich ist. Das Belastungs-EKG zeichnet die Herzströme während körperlicher Belastung auf, beispielsweise beim Radfahren oder Laufen.