EEG (Elektroenzephalo­graphie): Anwendungsgebiete

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (16. Februar 2011)

Ein EEG (Elektroenzephalogramm, Elektroenzephalographie) kann im Wesentlichen drei Hauptaussagen liefern:

  • über epilepsietypische Veränderungen
  • über örtlich begrenzte Hirnaktivitäten
  • über die elektrische Grundaktivität des Gehirns

Sie wird daher angewendet bei:

  • Verdacht auf Krampfanfälle (Epilepsie) sowie begleitend zur Epilepsietherapie
  • zur Schlafdiagnostik
  • lokalen Veränderungen im Gehirn (Herdbefunde, z.B. Hirntumoren oder Durchblutungsstörungen)
  • unklaren Bewusstseinstrübungen und allgemeinen Prozessen (Gehirnentzündung, erhöhter Hirndruck, Hirnatrophie etc.); sowie der Feststellung des Hirntods

Die Elektroenzephalographie gibt erste Hinweise auf eine Erkrankung und ist bei der fortlaufenden Bewertung einer Epilepsie ein einfaches Beurteilungsinstrument. Allerdings schließt ein unauffälliges EEG keine Epilepsie, Gehirnentzündung oder Ähnliches aus. Lokalisierte Veränderungen im Gehirn werden heutzutage mit modernen bildgebenden Verfahren diagnostiziert. Sie lassen auch Aussagen über die Ursache der Erkrankung zu. Sind keine Hirnströme messbar, spricht man von einem Nulllinien-EEG. Es kennzeichnet den Hirntod, das heißt bei noch schlagendem Herzen versagt die Gehirnfunktion vollständig. Der gesicherte Hirntod ist die Voraussetzung, dass einem toten Menschen Organe entnommen und diese transplantiert werden können.