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Differentialblutbild

Veröffentlicht von: Carolin Grob (11. Oktober 2013)

Lymphozyten

Neben den Granulozyten und Monozyten ermöglicht es das Differentialblutbild, auch die dritte Unterart weißer Blutkörperchen (Leukozyten) im Blut zu unterscheiden – die Lymphozyten: Dies sind kleine, spezielle weiße Blutkörperchen, die der Körper im Knochenmark und in den lymphatischen Organen (wie Milz, Thymus und Lymphknoten) bildet. Im Rahmen der Immunabwehr erfüllen Lymphozyten zwei wichtige Aufgaben:

  1. Die B-Lymphozyten sind für die Bildung der Antikörper verantwortlich.
  2. Die T-Lymphozyten regeln wichtige Dinge in der Organisation der Abwehr, und zwar mithilfe von Botenstoffen, die für die Informationsweitergabe zwischen unterschiedlichen Zellen des Immunsystems zuständig sind.

Die Anzahl der im Differentialblutbild festgestellten Lymphozyten kann wie folgt zur Diagnose verschiedener Krankheiten beitragen:

  • Erhöhte Lymphozytenzahl:
    Eine erhöhte Anzahl Lymphozyten im Differentialblutbild kann Zeichen für eine lymphatische Leukämie sein. Solche Blutwerte treten jedoch auch in der Heilungsphase von Infektionskrankheiten auf. Finden sich mehr Lymphozyten im Differentialblut, als es die Normwerte vorgeben, kann dies vor allem auf Virusinfektionen hindeuten. Aber auch bei einigen bakteriellen Erkrankungen wie Tuberkulose oder Brucellose sind die Laborwerte für Lymphozyten im Blut erhöht.
  • Verminderte Lymphozytenzahl:
    Vor allem wenn das lymphatische System geschädigt ist (z.B. durch Strahlung, Vergiftungen, Medikamente oder Erreger wie das AIDS-Virus), ergibt das Differentialblutbild stark verringerte Werte für Lymphozyten. Auch ein Morbus Hodgkin oder das Cushing-Syndrom können für eine verringerte Lymphozytenzahl im Blutbild verantwortlich sein.





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