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Dialyse (Blutwäsche)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (18. August 2014)

© Jupiterimages/iStockphoto

Der Begriff Dialyse (Blutwäsche) kommt aus dem Griechischen und bedeutet "Auflösung" beziehungsweise "Trennung" (griech. dialysis = Auflösung, Trennung). Dialyse bezeichnet eine künstliche Blutwäsche bei Menschen mit schweren Nierenschäden, deren Nieren den Körper nicht mehr von schädlichen Substanzen und überflüssigem Wasser befreien können.

Es gibt zwei verschiedene Dialyse-Techniken: Auf der einen Seite gibt es Verfahren, die das Blut mit Hilfe eines externen Geräts reinigen – sogenannte extrakorporale (außerhalb des Körpers erfolgende) Verfahren. Weiterhin stellt die sogenannte Peritonealdialyse (Bauchfelldialyse) eine Therapiemöglichkeit dar, welche das Blut innerhalb des Körpers wäscht. Der Arzt entscheidet gemeinsam mit dem Patienten, welche Art der Dialyse am sinnvollsten ist. Menschen, die auf eine künstliche Blutwäsche angewiesen sind, sind mehrmals pro Woche mehrere Stunden mit der Dialyse beschäftigt.

Die Dialyse hilft Menschen zu überleben, deren eigene Nieren nicht mehr ausreichend arbeiten. Die Niere ist ein wichtiges Reinigungsorgan des Körpers. Sie filtert Abfallstoffe aus dem Blut und schützt den Körper so vor Vergiftungen. Über die Flüssigkeitsausscheidung im Urin beeinflusst sie den Blutdruck und steuert daneben auch den Mineralstoffhaushalt des Körpers. Außerdem produziert die Niere Hormone, die für die Blut- und die Knochenbildung wichtig sind. Mithilfe der Blutwäsche kann man die Filterfunktion der Niere vorübergehend ersetzen. Trotzdem ist die Dialyse bei weitem nicht so effektiv wie die Leistung der eigenen Niere.

Patienten, deren Nieren nicht mehr ausreichend arbeiten und die somit auf eine Dialyse angewiesen sind, können nur durch den Erhalt einer Spenderniere (Nierentransplantation) auf die künstliche Blutwäsche verzichten. Da es nicht genug Spendernieren gibt, müssen einige Menschen allerdings ihr Leben lang zur Dialyse-Behandlung.

Video: Dialyse – so funktioniert die Blutwäsche!

Häufigkeit

Sind die Nieren so schwer geschädigt, dass sie das Blut nicht mehr ausreichend von Schadstoffen und Wasser befreien können, muss die künstliche Blutwäsche – die Dialyse – diese Aufgaben übernehmen. Bei einer dauerhaften Nierenfunktionsstörung hilft in manchen Fällen eine Nierentransplantation. In Deutschland leben rund 60.000 Dialyse-Patienten.


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