Dialyse (Blutwäsche): Prognose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (18. August 2014)

Für Patienten, die auf eine Dialyse (Blutwäsche) angewiesen sind, hängt die Prognose stark vom Lebensalter und von der Grunderkrankung ab. Bei mehr als der Hälfte aller Menschen, die dauerhaft auf eine Dialyse angewiesen sind, beträgt die Lebenserwartung nach Beginn der Dialyse mehr als weitere zehn Jahre, jeder vierte Dialyse-Patient lebt 20 Jahre und länger. Mit steigendem Lebensalter oder bei zusätzlichen Erkrankungen, zum Beispiel Diabetes mellitus oder Erkrankungen des Herzens, sinkt die Prognose. Patienten, bei denen das Risiko für Herzerkrankungen durch geeignete vorbeugende Maßnahmen minimal ist und die auf eine Dialyse angewiesen sind, haben nur eine etwas geringere Lebenserwartung als Menschen mit gesunden Nieren.

Die Lebensqualität unter einer Dialyse-Behandlung ist individuell sehr unterschiedlich. Viele Menschen, die sich dauerhaft einer künstlichen Blutwäsche unterziehen müssen, führen ein kaum eingeschränktes Leben und können weiterhin einer regelmäßigen Beschäftigung nachgehen. Heutzutage gibt es in den meisten Städten Dialyse-Stationen, in denen die Betroffenen ihr Blut ambulant reinigen lassen können. Manchmal ist es auch möglich, eine Dialyse-Station zu Hause aufzubauen.

Bei dauerhaft geschädigten Nieren kann eine Nierentransplantation die Nierenfunktion wiederherstellen: Mit der "neuen" Niere ist dann keine Dialyse mehr notwendig und die Lebenserwartung dementsprechend höher. Da jedoch wesentlich mehr Patienten für eine Transplantation angemeldet sind, als Spendernieren zur Verfügung stehen, kann die Wartezeit mehrere Jahre betragen.