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Defibrillator

Veröffentlicht von: Astrid Clasen (08. Mai 2015)

© Jupiterimages/iStockphoto

Ein Defibrillator (umgangssprachlich "Defi") ist ein Gerät, das dazu dient, Herzrhythmusstörungen oder einen dadurch bedingten Herz-Kreislauf-Stillstand zu behandeln. Der Defibrillator gibt elektrische Impulse an das Herz ab und soll den Herzschlag dadurch wieder in den richtigen Rhythmus bringen.

Der Defibrillator gehört zur Standardausrüstung jeder Intensivstation und jedes Operationssaals. Außerdem befindet sich in jedem Rettungs- und Notarztwagen, Rettungshubschrauber sowie in vielen Passagierflugzeugen mindestens ein "Defi". Neben der Herz-Lungen-Wiederbelebung (Herzdruckmassage und Atemspende), wie man sie im Erste-Hilfe-Kurs lernen kann, ist die Defibrillation der wichtigste Therapieschritt gegen den plötzlichen Herztod.

Weil ein Defibrillator lebensrettend ist, gibt es heute spezielle Geräte, die auch Laien bedienen können – sogenannte AED (automatisierte externe Defibrillatoren).
Mittlerweile sind viele Firmen und öffentliche Einrichtungen mit automatisierten externen Defibrillatoren ausgerüstet. Auch viele große Luftfahrtgesellschaften führen mittlerweile AED auf ihren Flügen mit. Wie ein solcher Defibrillator anzuwenden ist, steht immer häufiger auch auf dem Programm einer Ausbildung in Erster Hilfe. In Firmen erhalten Beauftragte für Erste Hilfe meist auch eine Schulung für einen AED – die Anweisungen des Gerätes sind jedoch auch für ungeschulte Laien verständlich: Jeder AED hat eine sprachgesteuerte Benutzerführung und steuert selbstständig die Herzstimulation. Der Laie muss den "Defi" lediglich einschalten und sich an die Sprachanweisungen halten. 
Dieses Rettungszeichen weist (gemäß in Deutschland geltender ISO- und DIN-Norm) auf den nächstgelegenen AED (automatisierter externer Defibrillator) hin. © iStock

Dieses Rettungszeichen "Defibrillator" entspricht der in Deutschland geltenden ISO- und DIN-Norm und gehört zu den Erste-Hilfe-Zeichen. Es weist auf den nächstgelegenen AED (automatisierter externer Defibrillator) hin.

Ein Defibrillator eignet sich nur zur Behandlung von akuten und lebensbedrohlichen Rhythmusstörungen des Herzens – etwa nach einem Unfall oder Herzinfarkt. Längerfristige Herzrhythmusstörungen lassen sich durch geeignete Medikamente oder mit einem Herzschrittmacher behandeln. Im Vergleich zu einem "Defi", der das Herz durch einen kurzen elektrischen Stromimpuls wieder in einen regelmäßigen Rhythmus versetzt, regt der Herzschrittmacher den Herzmuskel dazu an, sich dauerhaft regelmäßig zusammenzuziehen (Kontraktion).

Neben den externen gibt es auch interne Defibrillatoren: Ein solcher implantierbarer Kardioverter-Defibrillator (ICD) wird – ebenso wie ein Herzschrittmacher – in den Körper eingepflanzt. Ein ICD eignet sich, um wiederkehrende, plötzlich auftretende, lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen langfristig zu behandeln.


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