Defibrillator: Weiterentwicklungen des ICD

Veröffentlicht von: Astrid Clasen (08. Mai 2015)

Ähnlich wie bei einigen Herzschrittmachermodellen entwickeln sich die technischen Möglichkeiten, die ein einpflanzbarer Kardioverter-Defibrillator (ICD) zur Funktionsüberwachung bietet, stetig weiter. Ein Beispiel für eine solche Weiterentwicklung ist das sogenannte Home Monitoring, das sich in der klinischen Erprobungsphase befindet. Das Home Monitoring soll eine automatische Arztbenachrichtigung unabhängig von den regulären Nachsorgeterminen ermöglichen. Mit dieser Zusatzfunktion lässt sich der einpflanzbare "Defi" zukünftig rund um die Uhr überprüfen und an die Bedürfnisse des Patienten anpassen.

Ein kleiner Sender im Defibrillator übermittelt die aufgezeichneten Daten an ein mobiles Patientengerät. Dieses Gerät überträgt die Nachrichten an ein Service-Center. Dort werden die Nachrichten bearbeitet und in einem Bericht zusammengestellt. Dieser Bericht geht (z.B. per Fax) einmal am Tag – oder sofort, wenn das Gerät besondere Abweichungen anzeigt (z.B. nach einer Herzrhythmusstörung) – an den behandelnden Arzt: Dieser entscheidet daraufhin, ob er den Therapieplan ändern und die Einstellungen des ICD optimieren muss. Bei Bedarf vereinbart der Arzt einen Nachsorgetermin.